geknüpft worden war. Nicht minder erregten die ahnlichenFälle mit den Abgeordneten Fregaso und Rincon, welche anden Ufern des Po ermordet worden, neue Verwicklungen undSchwierigkeiten. Verschiedene fernere Schreiben Karls anNassau geben über alle diese Gegenstände anziehende Auf-schlüsse ").
Es scheint nicht, daß Heinrich von Nassau für seinePerson dieselbe Stimmung am französischen Hofe gesunden,welche ihn das erstemal hcgrüßt, als er an der Spitze jenerglänzenden Gesandtschaft um die Hand Rcnca's für Karl'ngeworben. Zum mindesten beschwert sich Konig Franz in denNoten und Denkschriften, welche dem Pabstc zur Entscheidungder streitigen Fragen zwischen ihm und dem Kaiser, und zu-gleich als Beantwortung der Anklagen des Lctzrcrn Übermachtwurden, über Wiukelzügc des Gesandten, was freilich mehrdem Kaiser selbst, als dem Grafen galt. Er warf diesemvor '"H, daß er ihm während der Anstalten zum Hccrzugc nachAfrika Nassau ohne alle Vollmachten und bloß in der Absichtzugeschickt, ihn durch die Hoffnung eines nahen Austragcsaller obschwcbendcn Iwistigkeitcn zu unterhalten und seineThätigkeit zu lähmcn, auch durch die Zeit den Unwillen zuschwächen gesucht, welchen er billigcrwcise über die blutigeThat des Herzogs von Mailand habe empfinden müssen. DerGraf von Nassau, unter dem Vorwandc, mit dem Könige zuunterhandeln, kürzte bloß seinen Weg ab, um bequemer nachTcutschland zu kommen, woselbst er aus Befehl des Kaiserszahlreiche Truppen warb. Die Freunde des französischen
*) Räumer's Briefe aus Paris zur Erläuterung der Geschichtedes lg. und 17. Jahrhunderts. I. 261-265 (nach Gran-vella's handschriftlichen Memoiren). Auch in der Handschrif-ten-Bibliothek des Herzogs von Betlninc, deren Hr. v. Rau-mer nicht ermähnt hat, befinden sich eine Reihe wichtigerNoten, Briefe und Instruktionen, Nassau und seine Sendungbetreffend.
In der Anrede an das Conseil.