Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
197
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Vierzehntes Kapitel.

Heinrichs zweiter französischer Feldzug. — Einbruchin die Pikardie. — Eroberung von Guise. —Belagerung von Peronnc. — Die lelzteu Ver-richtungen und Familien-Verhältnisse.

Der Vertrag von Cambray, durch welchen man dieIrrungen zwischen dem Kaiser und Frankreich beendigt glaubte,blieb nicht sehr lauge in Kraft. Es fehlte keinem von bei-den Theilen an Verwänden zu bitteren Beschwerden. Nichtsdesto weniger erscheint Karl V. nach allem Vorhandenen im-mer noch im besseren Rechte, als sein leidenschaftlicher Ne-benbuhler, Franz I. Um diesen von seiner aufrichtigen Nei-gung zum Frieden und zugleich davon zu überzeugen, daßdiese Neigung gediegeneren Beweggründen, als die der Furchtvor dem Kampfe oder personlichem Hasse, zuzuschreiben sey,wurde Graf Heinrich abcrmal mit einer Sendung nachParis belastet. In der Anweisung, welche ihm der Kaiserunter dem 12. August 1SZ4 deßhalb mitgab, war namentlichdes Königes Begehrlichkeit nach dem Hcrzogthum Mailand, sowie der darauf geltend gemachte Rcchtstitel besinnen, und ebenso auch der ärgerliche Handel mit Mcrvcillc (Maraviglia)beleuchtet, welcher französische Edelmann zu Mailaud aufBefehl des Herzogs Sforza, vermuthlich als Ausspähcr, auf-