Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
189
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sorgfältig alle Nachrichten darüber, auch Zeichnungen und Ab-bildungen der daselbst aufgefundenen Merkwürdigkeiten, welchenach Spanien geschickt wurden. Einen Plan der HauptstadtTcnostitan (Mcjico) wollte er sogar dem Bruder senden, wennnicht der Umfang zu groß für die damalige Vricfpost gewe-sen wäre.

Der Bauernaufstand vom Jahr 1S25 erfüllte ihn mitungewöhnlichem Grauen. Von Toledo aus erließ er die nö-thigen Befehle zu Verhütung von Unheil in seinen Grafschaf-ten; der Madrider Friede, welcher die langen Wirren mitFrankreich beendigen sollte, erfreute ihn sehr. Von Toledo,von Sevilla, Calahorra und Valladolid aus berichtete er anseine Familie manche Cinzclnhcitcn und Hindernisse desselben ").

In Spanien hatten ihm die Hciraths - Angelegenheit mitder Marquisin von Zcnettc und die etwas verwickelten Ver-hältnisse dieses Hauses mancherlei zu schaffen gemacht. DerCharakter und die Lebensweise der Landesbcwohner schienenihm nicht immer besonders zu gefallen. Er klagte mehrfach:daß es „hier so ganz anders sey, als in Tentschland." Die einsa-men Herbergen, die unbeholfenen Einrichtungen, die theure Zeh-rung, verbunden mit der langsamen Bezahlung der Besoldungenvon Seite des kaiserlichen Schatzes, erregten ihm üble Laune'-"H.Nichts dcstowcnigcr wohnte Heinrich prachtvoll in dem Pallastezu Calahorra, welchen er von den Zcnettc's erhielt und bewir-thete dort manche Freunde aus Tentschland, die ihn besuchten.

Als der Bruch, in Folge der Glaubcnsänderungen unab-wendbarer, die Scheidung der Parteien stärker wurde, suchteer, zumal nach den Unternehmungen Landgraf Philipps vonHessen und den durch das Packischc Bündniß veranlaßten Un-

») Verschiedene Briefe aus verschiedenen Jahren in Arnoldi's

Denkwürdigkeiten.

-*) Er widerrieth daher den jungen Manderscheidt, für welchen GrafWilhelm sich verwendet, nach Spanien an den Hof zu schicken.