Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
188
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daß la Trcmouille's und Chabannc's Rathschläge nicht befolgtworden, ließ dem Grafen Zeit, in guter Ordnung Valencienncszu erreichen, woselbst der Kaiser mit dem Hofstaat sich befand,daselbst wurde der Plan zur Belagerung von Dornick entworfen.Graf Heinrich hatte nicht über 15,000 Mann, allein ausge-wählte Truppen. Mit diesen opcrirtc er sehr glücklich undsetzte Dornick über fünf Monate lang so heftig zu, daß derKönig, welcher anderwärts stark beschäftigt und am Entsatzegehindert war, der Besatzung den Befehl ertheilte, die Stadtauf anständige Bedingungen zu übergeben Der Kaiserschlug dem Grafen sein glückliches Unternehmen noch in derFolge sehr hoch an und der unangenehme Eindruck des Vorfal-les bei Mezibrcs wurde dadurch völlig verwischt.

Lange Zeit nachher wird Heinrich ferner nicht mehr inkriegerischer Thätigkeit gefunden. Meist mit hoher Politik be-schäftigt und im engern Gefolge des Kaisers sehen wir ihnbald in England, bald in Spanien, bald in Italien, bald inTcutschland, bald in den Niederlanden wieder. Es gewährthohes Interesse in den Briefen an seinen Vater manche seinerAnsichten über die wichtigern Zeitereignisse zu belauschen

Die Entdeckung des amerikanischen Festlandes, zumalMejico's, erregte seine besondere Aufmerksamkeit. Er sammelte

Hlemoii'ez II. V!6a 6, Orlos V. Z58—51 s>.

Dieser Geschichtsschreiber hebt die militärischen Verdienste desGrafen ganz besonders heraus.

»») So z. B. über den großen Aufstand der Commnueros. MitHofmanns-Augen sah er in demselben blos eine „Meutcry," anwelcher „etliche hohes vnd niders staudes in Hispanien Vr-sach gewesen." Er stellt eine Berechnung der Summen an,welche aus den eingezogenen Gütern der Hingerichteten gewon-nen worden; und findet zum mindesten eine Million Dukaten.„Wirbt I. M. der Kaiser auch noch andere mehr executiren thun.Steen sunsten alle fachen in Hispanien wol, und sein der K M.vnterthan in gutem gehorsam " Brief an Wilhelm von Nassau-Dillenburg bei Arnoldi.