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riker schildern fast poetisch-umständlich die Verheerungen, diedas kaiserliche Geschoß angerichtet. Ein Thurm sank in Trüm-mer, und bewirkte eine so große Bresche, daß der Muth derBesatzung etwas zu wanken schien. Zwei Rotten flohen, vonpanischer Furcht ergriffen, so sehr auch die dem Könige treugebliebenen Hauptlcutc sie zurückzuhalten bemüht waren, durchdie Bresche, oder zu den Thoren hinaus. Bayard ließ jeneauffüllen, diese verschließen, und stärkte durch kluge Anredendie übrigen Krieger von Neuem in ihrer Pflicht. Seine rastloseThätigkeit verbesserte den zugefügten Schaden bald wieder undhemmte das weitere Vordringen der Kaiserlichen.
Aber auf derjenigen Seite, wo Sickingcn sich gelagert,schien McziörcS durch Kunst und Natur so wenig gesichert, unddas Battericnfcucr, welches unaufhörlich spielte, beschädigte dieFestung so außerordentlich, daß nur das hohe Pflichtgefühlund ein seltener Grad soldatischer Ausdauer die Schwächeneinigermaßen decken konnte. Er suchte vor allem Zeit zu ge-winnen, bis daß die Feldherren des Königs den Grenzen derChampagne und Pikardie sich genähert hätten. Der Verlust,welchen Graf Bifoulguet erlitten, vermehrte seine Hoffnungennoch mehr. Sickingcn und Nassau hatten ncmlich diesen miteiner Abtheilung Kricgsvolk zu Verheerung des Landes abge-schickt. Er kam, mit Beute beladen, bis unter die Thore vonRcthcl. Da stieß er auf die überlegenen Hecrhaufcn des Grasenv. Sonlly, wurde überwältigt, und gcricth in des Feindes Haft.
Sickingcns Geschütz, Hunger und Seuchen hatten aberinzwischen die Noth in Mcziercs aufs Höchste gesteigert; dieTapfersten gaben allmählich den Platz verloren, ehe es demHülfshccr möglich seyn würde, den Ersatz zu bewirken. Indiesem Augenblick brachte eine Kriegslist Bayards Rettung.
Es ist ein merkwürdiger Umstand, daß bei den feindlichenParteien gerade die zwei Männer sich gegenüber standen, welcheTeutschland und Frankreich als die letzten würdigen Reprä-sentanten des untergehenden RitterthumS anerkannte^ Beide