Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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Spitze der einen blieb Graf von Nassau jenseits der Maasstehen; mit der andern, 13,000 Mann stark, setzte Franzvon S ick in gen über den Strom, und schlug aus Anhöhen,so die Festung beherrschten, sein Lager auf. Des folgendenTages fertigten beide Heerführer einen Trompeter an Bayardab, ihn zur Uebcrgabe der Stadt aufzufordern. Derselbe hatteden Auftrag, ihre Gefühle der Hochachtung gegen die ausge-zeichnete Tapferkeit und den Charakter des Ritters ohne Furchtund Tadel, und ihr Bedauern über sein Schicksal zu erkennenzu geben, falls Mczmrcs mit Sturm genommen werden sollte.Sie baten ihn, dieß letztere'wohl zu bedenken, indem einesolche Katastrophe ihm nicht nur seinen bisherigen Kricgsruhm(als der nebst Muth auch Weisheit in sich fasse), sondernselbst das Leben kosten dürfte.

Bayard lächelte, als er diese Botschaft vernommen underwiederte: „Meldet denen, die euch abgeschickt, daß, ehe icheinen Platz verlasse, den mein Herr, der Konig, meiner Treueanvertraut, ich ihn zuvor mit den Leichen seiner Feinde über,füllt haben werde. Diese sollen die einzige Brücke seyn, überdie sie ihren Einzug in die Beste halten mögen."— Als derHerold diese Antwort in Gegenwart des Hauptmanns JeanPicart, eines Franzosen von Geburt, aber in des KaisctsDiensten, dem Feldherrn zurückgebracht, sagte derselbe: „Er-lauchte Herren! Ich kenne den Bayard, und habe unter ihmgedient; so lange der am Leben, hofft nicht, iu Meziärcs sieg-haft einzuziehen." Da nahm der Graf von Nassau dasWort: „Wie, Picart! ist dieser Bayard denn von Eisen oderErz? wohlan, wenn er wirklich so bewährten Muth besitzt,als er das Ansehen sich gibt, so rüste er sich, es uns zu be-weisen; denn binnen vier Tagen will ich ihm so viele Kano-nenkugeln hincinscndcn, daß er nicht wissen wird, wohin sichzu wenden."

Die Beschießung »ahm nun in der That ihren Anfang,und des Grafen Wort wurde erfüllt. Die französischen Hisiv-