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Argwohn nicht. Er beklagte sich heftig über Englands parteiischeVermittlung und über den Spruch von Calais; dagegen erwie-derte das Ministerium Heinrichs: man finde es ganz natürlich,daß Roberts Ucbcrmuth von dem Kaiser schwer geahndet wor-den; so lange er daher Frankreich selbst nicht bekriege, könnediesem Letzter» weiter nichts zur Last gelegt werden.
Dieß geschah jedoch in der That nach kurzer Frist, sowohlaus oben entwickelten Ursachen, als auch vorzüglich deßwe-gen, weil Franz I. durch Johann von Albret Navarra hatte mitKriegs überziehen lassen. Nachdem sich der Kaiser der Freund-schaft Heinrichs VIII. versichert, beschloß er den unermüd-lichen Feind des teutschen Reichs, der niemals ernstliche Aus-söhnung, sondern immer nur Ruhcperiodcn für neue Kampfesuchte, und im Innern von Teutschland Haß, Hader und Par-tciuug zu stiften nicht müde ward, ernstlich für seine schlechteund zweideutige Rolle zu strafen. Sickingcn und Nassauerhielten somit Befehl, in Frankreich einzurücken.
Die erste Waffenthat war die Bcrcnnuug.von Mouzon;der Befehlshaber ergab sich nach hartem Strauß. Der Königseinerseits betrieb die Rüstungen gleichfalls nach Kräften, stelltedie Heerführer Alenezon, Vcndomc, Bonivct und Lau-trer in den verschiedenen, vom Feinde bedrohten Provinzenentgegen, warb Soldtruppcn aus den allzeit reiselustigen Schwei-zern an, buhlte um ein Bündniß des heiligen Vaters undsuchte die Festungen Frankreichs in den haltbarsten Zustandzu setzen.
Schon waren die Kaiserlichen Meister von den Grenzen derChampagne; nur Mezieres fehlte noch zu weiterem Vor-rücken. Sickingcns KricgSplan stimmte nicht mit den An-sichten seines Freundes und des Herrn von EmericS überein;er bcharrte darauf, daß man den Marsch fortsetze, die Festungumgehe, welche nur viele Zeit und Menschen kosten dürfte, undin raschen Bewegungen, ehe noch die Franzosen zu bedeuten-der» Massen sich gesammelt, und Frist zu einem kombinirten
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