Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
176
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Nichts desto weniger setzten sie ihr Vorhaben weiter fort,nachdem sie den Sold erhalten und erklärten Jamcts schonam folgenden Morgen: „Herr, wenn Ihr Euch nicht ergebt,so ergeben wir uns." Sie hatten die ganze Nacht hindurchgräulichen Tumult getrieben und die Bewohner der Stadt ge-meinsame Sache mit ihnen gemachst Schon stand der GrasFclir mit an einem der Thore und harrte auf die Ucbcrgabe.Diese ging denn auch wirklich vor sich. Der Herr von Ja-mcts selbst wurde dem Grafen ausgeliefert. Die Landsknechtezogen aus dem geöffneten Thore. Aber sie fanden statt desgchosstcn Lohnes nur die verdiente Schmach. Nach dem Grund-sätze, Verrathen: sey keine Treue zu halten, überhäuften diekaiserlichen Soldaten ihre ehemaligen Landslcute mit Schclt-wortcn, nannten sie nichtswüroigcs Gcsindcl, welches zweimalden Eid gebrochen und unwürdig sey, jemals wieder mit hon-ncttcn Menschen unter einer Fahne zu dienen. Der Grafbehandelte seinen Gefangenen, den Herrn von Jamcts, aufanständige Weise, und obgleich er ihn im Schlosse zu Namureinstweilen gut verwahren ließ, so verhieß er ihm doch baldigeFreiheit. Das Löscgcld ward auf 10,000 Thaler angesetzt.Nach diesem ließ er den Ort Fleurangcs schleifen und wendetesich nach den Ardcnnen, um seiner Armee einige Rast zu ver-gönnen, auch dieselbe durch neue Rckrutirungcn zu verstärken.

Zwei Monate nach diesem glücklichen Ereignisse zog GrafHeinrich mit bedeutenden Zuzügen aus der Provinz Brabantund mit noch zahlreicherem Geschütze denn zuvor, versehen,von Neuem durch die Ardcnnen, vereinigte sich mit dem Volke,das er bei Fleurangcs gelassen und schlug die Richtung vonBouillon ein, welchen Ort er vor allem andern nun zu ge-winnen für nöthig fand. Es gelang ihm, und zwar auf leich-tere Weise, als er für möglich gehalten. Bouillon die Stadtwar von dem Schlosse selbst getrennt, welches durch seineFelsenlagc und eine tapfere, hinlänglich starke, auch mit allemNöthigen ausgestattete Besatzung, eine ganz uneinnehmbare