Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
164
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Sonach blieb Heinrich Besitzer aller Nassauischcu Landejenseits des Rheines, mit alleiniger Ausnahme der PfandschaftKerpen.

In den Erwartungen über den Reichthum, welcher ausseiner Verbindung mit dem Savvyschcn Hause kommen würde,sah er sich schmerzlich getauscht. Franziska gebar ihm keineKinder. Für diesen Fall hatte die Ehe-Abrede festgesetzt, daßdie Hälfte der Aussteuer seiner Gemahlin ihm zufallen sollte.Dieß war immerhin bedeutend genug, aber dennoch ein schlech-ter Ersatz für den eingebüßten Grundbesitz

Mehr Zuwachs an Land und Ansehen brachte, zum min-d esten seinen Nachkommen, die zweite Vermählung mit Clau-dia von Chalons, Prinzessin von Oranien, der TochterPhiliberts, wovon später die Rede seyn wird. Eine dritte,mit der Marchcsa von Zc nette, fügte wenigstens Glanzhinzu, wenn gleich derselbe Fall, wie bei der Verbindung mirFranziska von Savoycn, eintrat. Auch hierüber wird ein an-deres Kapitel Näheres melden.

Durch ein schweres Verbrechen des frühern Besitzers, wurdeGrafHcinrich Herr von Don gen und von der Laagc Zwa-luwe in Nord-Brabant und Holland; eben so auch wiewohlaus unbekannter Veranlassung, von der Hooge Zwaluwc,sodann, wiewohl nicht auf bleibende Zeiten für sein Haus,von der Drostei Hcusden und der Herrlichkeit Lcuse

Die Verhältnisse des Oheims brachten ihn frühe mit demköniglichen Hofe von Oesterreich-Burgund in Berührung. Phi-lipp der Schone war ihm sehr gewogen und entbehrte ungernseines Umgangs. Auf den verschiedenen, so romantischen Rei-sen war er des Königs treuer Begleiter. In wichtigern Ange-legenheiten folgte er am liebsten seinem Rathe. Die erste

») Nach Aruvldi, II. Nach I. Müller empfing sie auchnoch Zv,000 Gulden nach des Vaters Tode.

Ausführlicheres darüber bei van Gvvr-