empfindliche Thcurung und Clcvc vollendete durch verwüstendeUcberfällc, was noch an Elend für die Bewohner des Landesfehlte
Die Gcntcr wagten von Zeit zu Zeit einzelne Unterneh-mungen; eine derselben brachte sie in den Besitz von Hülst,wo die teutsche Besatzung geschlagen und ihr Anführer ent-hauptet wurde. Allein als Clcvc Achnlichcs wider Brüggeversuchte, zog er den Kürzern
In diese Zeit nun fällt die Gesandtschaft Engclbrcchtsnach Frankreich, in Angelegenheiten der Prinzessin Margarethe,von welcher weiter unten die Rede seyn wird. Philipp von Clcvcbenutzte diesen Umstand, um in Gent den Meister nach Ge-fallen zu spielen und allerlei abzuändern, wie es seiner Parteinur immer beliebte. Als Engelbrccht solches erfuhr, schwur erbei dem Ruhme seines Hauses, solches nicht ungcrächt zu las-sen. Er zog auf's Neue eine beträchtliche Masse Kricgsvolkzusammen, und auch Brügge und Upern mußten Zuzüge sen-den. Mit denselben wirkte er so nachdrücklich in Flandern —die Eingcborncn selbst hausten immer am ärgsten — daßsogar Clcve die Nothwendigkeit anerkannte, durch einen Ver-trag dem blutigen Unheil zu steuern. Er erklärte, daß er beiallen seinen Schritten stets nur das Wohl der Grafschaft unddas Interesse des Herzogs vor Augen gehabt; doch sey er zueinem anständigen Vergleiche nicht ungencigt. Solches thater Engelbrccht selbst in einem Schreiben kund. Aber der Grafforderte unbedingte Unterwerfung und blieb gegen alle andereAnträge taub.
Um diese Zeit war sein Hauptquartier zu Cortryk. Hiermachten die Gcntcr ihm viel zu schaffen und er konnte, allerGegcnbcmühungcn ungeachtet, keineswegs verhindern, daß nichtzu Ncuß durch sie starke Befestigungen angelegt wurden, in
van Vlliencteren, 8. jZg — j27.
Ebendieselbe, S. t28—<29.