Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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empfand das Gebiet der Genter den züchtigenden Arm desGrafen.

Nach Damm zurückgekehrt, war es sein erstes Geschäft,alle die vornehmer» Flüchtlinge für 50 Jahre aus der Graf-schaft Flandern zu verbannen.

Im April erneuerten sich die Angriffe auf Sluys, aberohne Nutzen für Engclbrccht; das Land ringshcr lag wüstund unzugänglich. Die Gemeinde von Brügge litt am meistenunter diesem Austand der Dinge; darum trachtete sie allesErnstes, ihn beendigen zu helfen und ging dringlich die Her-ren Adolf von Eleve zu Ravenstein (Philipps Vater) desBastards Philipps von Burgund, zu Bcvcrn, Balduins vonRyssel und Andere um Mitwirkung an. Diese kamen mitfreiem Geleit nach Ardcnburg, um zwischen Nassau und Elevezu Mitteln. Allein Engclbrccht bestand hartnäckig auf derUcbcrgabe der Stadt und Beste Sluys, als erster Grundlagejeder fernern Unterhandlung. Damit brach sich das Geschäftnatürlich ab; die Friedensmänncr reisten heim und der Grafrückte noch in der Nacht auf den 7. mit großer Macht gegenSluys vor; aber er ward trotz aller Anstrengungen zurückge-trieben, verfolgt von bitterem Spott der Feinde, mit Einbußefast all seines schweren Geschützes.

Nichts dcstowcnigcr sah Philipps Lage doch immerhinkritisch aus; denn wie vermochte er in die Länge Nassau zuwiderstehen, welcher alle Verluste bald und leichter als er,ersetzen konnte? Er ging daher neuerdings den König vonFrankreich, damals bereits wiederum Gegner Maximilians,an, und dieser schickte ihm auch unverzüglich vier große Schiffemit Mannschaft, Geschütz und Lebcnsmittcl zu; glücklich ge-langten sie in die Stadt; fernere, noch ansehnlichere Hülfeward dem Belagerten auf den Fall der Noth zu gleicher Zeitzugesichert.

Die Brüggcr litten inzwischen immer mehr, nicht nurdurch die Feindseligkeiten, welche von ihrer Stadt aus nach