Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
132
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von 1200 Reitern und 2000 Mann Fußvolk, auf der Seitedes Eselthores, unternahm, der Stadt sich zu bemächtigen;aber der verzweifelte Muth der Einwohner vereitelte seine An-strengungen ; er zog sich gegen Damm zurück, nachdem er alleHauser in der Runde niedergebrannt

Die Hungcrsnoth nahm jetzt von Tag zu Tage immermehr zu, in solchem Grade, daß man selbst jene Frauen undKinder, deren Männer zu Anfang der Fehde die Stadt ver-lassen hatten, aus derselben auswies, und eben so alle Perso-nen, welche ihre Nothdurft sich nicht verschaffen konnten.Gleichwohl setzte man ihnen noch die Bedingung, daß sie,bei schwerer Ahndung, mit dem Feind auf keinerlei Weise Ver-kehr pflegen sollten. Viele dieser Unglücklichen kamen vorJammer und Elend um. Nach einigen Tagen geschah einneuer Angriff auf die Stadt, in der Richtung des Spcytho-rcs, und er war dicßmal von glühenden Kugeln, 30 Pfundschwer, begleitet, aber die Königlichen mußten gleichwohl auchdiesesmal wieder ablassen. Eben so war solches der Fall, alsEleve den Houcker Damm frisch durchstochen und ein Schiffmit Brod nach der Stadt gesendet hatte. Die Belagerervermochten es nicht, gleich jetzt ihn wieder herzustellen.

Allein das Unglück brach plötzlich noch schwerer, als je,über die Brügger ein. Der trotzige Picavct hatte die mchr-gewagte Fahrt nach Sluys, zum Behufe der Bcrproviantirungder Stadt, wiederholt angetreten, und war, an der Spitzeseiner 500 Bewaffneten, und begleitet von Christian von Oost,einem der Hauptlcutc Clcvc's, mit seiner Fracht bereits aufdem Rückweg begriffen, als zwischen Ostkirchen und Dammedie Königlichen seiner ansichtig wurden und von beiden Seitendes Wassers her mörderisch ihn anfielen. Nach einem langenund blutigen Gefecht sah er seine meisten Leute erschlagen und

*) 2t. November.