Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
129
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Kriegsmacht aus Brabant bis Aclst zusammmcngczogcn; mitdieser rückte er wiederum nach Damme vor und ließ den Brüg-gern erklären: sie hatten nach dem Beispiel der Vprcr undder Freilassen die Münzordnung anzunehmen, widrigenfalls erfernern Ungehorsam mit Feuer und Schwcrdt bestrafen werde.

Diese Bottschaft brachte Schrecken und Zagen unter dieBürger, bis Picavct's trotziges Gemüth sie abermals empor-richtete und in dem Entschlüsse steifte, den letzten TropfenBlutes für das, was sie als recht und billig ansahen, einzu-setzen. Alsbald wagten sie neue Ausfälle, überwältigten dasKastell zum Berge und todtctcn die Besatzung durch denStrang. Dagegen ward (10. Octobcr) ein Haufe Vrüggergefangen und nach Damme geschleppt; auch einige Tage dar-auf das Schotte-Kastell besetzt und in Asche gelegt.

Die Ursache, warum Engclbrccht der Stadt noch nichtschärfer zu Leibe gegangen, war der Mangel an grobem Ge-schütz. Er ließ solches sich aus Zütphcu herbeischaffen und zuSchiffe bringen. Allein die Besatzung von Sluys wußte durcheinen kühnen Streich derselben sich alsbald zu bemächtigenund des Grafen Absicht somit zu vereiteln. Dieser wurdedarüber so sehr ergrimmt, daß er alle Wohnungen zwischenDamme und Brügge in Brand stecken ließ. Er versuchte,das Fehlende aus Upcrn zu erhalten; allein die Gemeindeweigerte sich, in den dicßfälligen Vorschlag des Rathes einzu-gehen. Sie wollten, wenn sie auch gegen Nassau in anderemwillfähriger, als die Brüggcr und Gcntcr, sich bezeigt, dennochdemselben nicht geradezu die Werkzeuge der Zerstörung gegenihre Brüder leihen.

Engclbrccht wendete daher eine andere Waffe, ncmlichden Schrecken an, um den allzustarrcn Widerstand der Städ-ter zu beugen; er befahl die Hinrichtung einiger der vornehm-sten Gefangenen. Eduard Nicolas, Jan dc Cloot, RolandStrvybier, Gysbrecht dc Pazc und der Pensionär Jan deBcyts befanden sich in der Zahl dieser Unglücklichen. Ihre

III. g