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3 (1833)
Entstehung
Seite
126
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Es befände» sichvon diese» mit unter den AusgewandertenJene ernannten demnach mehrere neue Mitglieder, welche, JvorisPicavct zur Seite, dem Gemeinwesen vorstehen und helfensollten. Auch die neuen Räthe schloßen sich den alten in derUeberzeugung an; man könne in die Münzvcrminderung durch-aus nicht ohne den Rath Philipp von Clcve's und ohne Zu-stimmung der Gcntcr und Upcrcr willigen.

Als dem Grafen diese Dinge gemeldet worden, rückte erzur Stunde mit gcsammtcr Kriegsmacht bis hart vor dieThore von Brügge. Die beiden Fcldhauptleute, welche unterihm den Befehlsstab führten, waren der Grvßvogt Karl vonHallcwyn und der Schöff Cvrnclis Mettcncye. Diese richte-ten große Verwüstungen rings im Weichbild an ^); vielereiche Landlcutc wurden aufgefangen und geplündert; die Zu-fuhr von Mundvorrath für die Stadt ward bei Lcbcnsstrafeverboten

Den Herrn von Eleve zu Sluys jammerte nicht wenigdiese Noth der Brüggcr, welche fortwährend angstvoll zu ihmhcrüberblicktcn und sehnsüchtig seiner Hülfe harrten. Aberunter den gegenwärtigen Umständen konnte er nur wenig thun,denn seine Truppen waren ihm selber nöthig. Inzwischensendete er doch der Stadt hundert Söldner zu Fuß und einekleine Abtheilung Reiter, unter Anführung einiger erfahrnenHauptlcutc. Dieses Bündniß mit Eleve erregte am meistenden Zorn der Königlichen. Aber es war vergebens, daß manden Herzog Philipp von Mccheln aus einen Brief schreibenließ, worin die Zcrtrcnnung desselben unter Androhung schwe-rer Ahndung befohlen ward. Sie gedachten der Schaafc in

'5) Das Verzeichnis' derselben ist in der cllron^Iie van viscnUe-

reu ausführlich gegeben S. ti5 —tia.

»») Es waren meist die ausgewanderten Brügger selbst, welchedie teutschen Söldner zu solcher Mißhandlung ihrer Mitbür-ger trieben. Vergl. dieselbe c!h>'na)-i<e van Vlaenclci'en 8. tig,»«z ttur», p. 47a.