Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
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Die Geldsumme für den König und der Werth der Gcld-sorten blieben nach wie vor Gegenstände des Streites underfolgloser Unterhandlung. Als der Schöff Cornclis Mcttc-neye, welcher für Nassau sehr gut gestimmt und für des Kö-nigs Interesse äußerst thätig war, nach Damme kam, schlugEngelbrccht ihn zum Ritter. Die teutschen Soldaten wurdenvon jetzt an aufgefordert, der Stadt allen möglichen Schadenzuzufügen; der Graf wollte mit Macht ihren Starrsinn end-lich brechen. Die Brüggcr wendeten sich sofort an Gent undan Eleve. Sie schloßen unter sich ein Schutz- und Trutz-bündniß ab; aber viele der vornehmsten und reichsten Familien,durch frühern Schaden gewarnt, und abermaliges Unheil inder Zukunft ahnend, verließen auf diesen Schritt heimlich dieStadt. Von nun an spielte Jooris Picavct, das trotzigeHaupt einer Bande von Söldnern, durch kriegerische Aben-teuer und die Theilnahme am ersten Aufruhr bekannt, neuer-dings die wichtigste Rolle. Er organisirtc die bewaffnete Machtund übte auf den Magistrat unbeschränkten Einfluß. Es schien,als wollte man abermals, gleich rasenden Spielern, alles aufdie Spitze setzen, wiewohl besonnene Männer genug vor Wi-derstand gegen die Ucbermacht warnten, welcher am Endedoch nicht mit Erfolg getrotzt werden könne.

Engelbrccht trat nun mit der alten Energie seines Cha-rakters gegen ein Volk auf, dessen treulose Gesinnung immermehr und mehr ihn entrüsteten.

Ein Pcnsionaris, Jan Bayts, war vor einiger Zeit ge-fangen genommen worden; durch diesen sandte er einen Briefnach der Stadt, in welchem er wiederholt das Beispiel derVprcr ihnen vorhielt, und auf den Weigerungsfall dem wi-derspenstigen Brügge den Untergang drohte.

Diese Drohungen hatten auf die Bürger einigen Einfluß,um so mehr, da es an tüchtigen Leitern ihrer Angelegenheitenfehlte, und mehrere der bisher Eifrigsten sich zuzurückzogcn.