Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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ungemeine Heftigkeit und rief aus: „Gleichwie ihr Leute unsbehandelt, also behandeln wir euch!" So verabschiedete er sie.

Engclbrecht schlug jetzt ein anderes. Mittel vor; er ge-dachte die einen durch die andern zu fangen, ging deßhalbnach Vpcrn und bedeutete den Einwohnern, daß die Brüggcrwegen der Gelder nachgegeben hätten und man bei ihnen glei-chen Gehorsams sich versehe. Seine Vorstellungen wirkten;froh kehrte Nassau nach Brügge zurück, setzte die Gemeindevon dem Schritte der Upercr in Kenntniß und forderte zuNachahmung dieses Beispiels auf. Schon schwankten die Ge-müther der Bürger; allein die Beredsamkeit des Herrn vonGruithuscn, des alten Gegners, war mächtiger als Engel-brcchts diplomatische List: man beharrtc ans der alten Gegen-forderung. Der Herzog ging erbittert nach Mcchcln, wo Phi-lipps Hoflager war; Nassau aber verstärkte sich zu Dammenach allen Richtungen auf das Beste

Die Brüggcr ließen inzwischen nicht ab mit Versuchen,das fremde Volk von sich zu entfernen; sie schickten demFürsten von Sachsen Abgeordnete bis Mcchcln nach, welcheihre Sache betreiben sollten; vergebens; jeder Theil fordertestets von dem andern den ersten Schritt, keiner aber gab demandern jemals Bürgschaft, daß die Erfüllung der Äerbindlich-kcit von der einen Seite durch gleiche Redlichkeit von derandern erwiedert werden würde. Nachdem der Herr von Gruit-hnsen als Haupt-Geschäftsträger der Brüggcr in Mcchcln zu-rückgeblieben, fertigten sie auch Boten an Philipp von Elevenach Sluys ab, um mit ihm Rathes über ihre Angelegenheitzu pflegen. Allein dieselben fielen Engclbrcchts Truppen beiDamm in die Hände und der Graf erklärte, sie nicht eherfrei zu geben, bis die Brüggcr ihre Schossen mit Lvscgeldzu ihm gesendet haben würden.

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