zur Zeit noch ohne Erfolg; es fehlte allzusehr am nöthigenMaterielle ").
Au allem Ueberfluß erhoben sich jetzt auch in Brüggeneue Anstünde, welche blos zu Verwirrung der Verhaltnisseund zu Erbitterung der Gemüther dienten. Die Münzverän-dernng. welche schon im verflossenen Jahre vorgenommenworden, und welcher gemäß, die allzuhoch gestiegenen, goldenensowohl als groben Silber-Münzen auf ihren ursprünglichen,innern Werth wieder herabgesetzt wurden, gaben die Hauptver-anlastung dazu.
Es laßt sich nicht läugncn, daß diese, vielleicht unzeitigeund unbercchnete Maßregel dem Lande einen schweren Schlagversetzte und den öffentlichen Kredit beträchtlich mindern mußte.Einen andern Beschwerdcpunkt bildete die fortwährende An-wesenheit des fremden Kriegsvolkcs. Die Brüggcr verweiger-ten in ihrem Unwillen über beide Dinge die Bezahlung ihresAntheils an der im Vertrage von Tours bedungenen Geld-summe. Hinsichtlich des ersten Gegenstandes bcharrtcn Sach-sen und Nassau allzu starr auf ihrer Maßregel; hinsichtlichdes zweiten machten sie die billige Gegenvorstellung, daß, solange von Brügge selbst fremdes Volk unterhalten und diestipulirtcn^Gclder nicht herbeigeschafft seyen, die Anwesenheitfremder Truppen für die Interessen des Königs nöthig falle,und jene Leute auch nicht entlassen werden könnten, so langeman die Mittel zu ihrer Bezahlung picht habe.
Bei einer Unterredung, welche der Herzog und der Grafmit dem Magistrate pflogen, ward deßhalb kategorische Erklä-rung verlangt; die Brügger betheuerten ihre Anhänglichkeit anden Vertrag, aber eben so sehr ihren festen Willen, vor Abzugder teutschen Söldner, besonders der Besatzung von Damm,welche ihren Handel so sehr beeinträchtige, durchaus zu nichtssich zu verstehen. Darüber gcricth der Fürst von Sachsen in
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