Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
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bedeuten, daß er Sluys, die Stadt und beide Schlösser, zuHanden des Königs und Herzog Philipps zu übergeben habe.Allein jener, bereits wieder argwöhnisch u»i> ncucrungssüchtig,wich der gerechten Forderung aus und entschuldigte sich damit,daß er ohne Zustimmung der Gcntcr ihr nicht Genüge zuleisten sich getraue. Nur das wolle er zugeben, daß der Her-zog persönlich komme und den Magistrat andere.

Albrecht erneuerte inzwischen den Magistrat von Dammeund sämmtliche Beamten; hierauf kehrte er nach Brügge zu-rück. Dort leistete er vor Engclbrccht, den Rathen, Haupt-lcuten und Syndiken den Eid als General-Statthalter derGrafschaft, und in derselben Eigenschaft nahm er die nunmehrentsühnten Einwohner in Eid und Pflicht ").

Inzwischen trafen Abgeordnete der Gcntcr ein, mit derBitte, der Magistrat möchte, aus beweglichen Gründen ver-schiedener Art, vor dem August des laufenden Jahres nichtverändert werden; wohl wünsche man, dem Herzoge den Eidzu leisten, aber seine Bevollmächtigten sollten ohne Kriegsvolknach der Stadt kommen. Der Herzog sendete Engelbrechtdahin; aber die Gcntcr weigerten sich den Fußfall zu thun,welcher in dem Vergleiche von Tours doch ausdrücklich zuge-sichert worden war und zu welchem die Brüggcr ohne Wei-gerung sich bequemt hatten. Die Gcnter, der französischenAbsichten wohl kundig, hofften das Beste von der Zeit undsannen bereits auf neuen Verrath. In jedem Fall suchtensie so lange als möglich, den Vollzug einer, ihren Frcihcits-stolz so sehr demüthigenden Bedingung zu ersparen.

Um dieselbe Zeit bcharrte auch Philipp von Eleve zuSluys in seinem Widerstand und that dem Verkehr und demHandel von hier aus mannigfachen Eintrag. Er ward somitvon Albrechts und Engelbrcchts Truppen förmlich belagert;

*) L. 459.