und sie ward alsbald ausbezahlt; für die die andere Hälfteward hinlängliche Bürgschaft geleistet. Nach diesem erst erhieltder Marschall von Frankreich, Philipp von Crcvccocur, denAuftrag, seinen alten Gegner freizugeben, denn er selbst wares, welcher über ihn die Hut besorgt ").
Eiuc Ueberlieferung, erzeugt durch den ritterlichen Geistjener Zeit, hat der Geschichte der Freilassung Engclbrcchtscinc weit romantischere Wendung gegeben. Der König, heißtes, welcher den Stolz des Grafen recht sehr zu beugen hoffte,bedeutete diesem: die Summe der Lösung werde von der Artseyn, daß seine Sippen genöthigt werden sollten, mit einemKorb auf dem Rücken sie zusammen zu betteln. Alsbald aufdiese Nachricht lud Engclbrccht die seinem Hause befreundetenEdlen, welche zu Paris sich aushielten, ein, mit ihm zum Kö-nige zu gehen, und er verabredete die Sache mit ihnen also,daß er den Franzosen die dem teutschen Namen zugefügteSchmach zurückzugeben hoffte. Sie trugen auf dem Rückeneinen Korb, welcher an das Wams befestigt war, zum Hof,lagcr,'und der Graf erklärte, daß er die Lösung mitgebrachthabe. Auf die Frage des Königs, was dieß bedeute, undwarum man den Korb auf dem Rücken trage? — erwiedertejener: Noch niemals habe man einen König von Frankreichauf einer Lüge ertappt ^"°); er selbst sey nicht gesonnen, dengegenwärtig regierenden cincr solchen zu beschuldigen; dar-um sey er mit dem Korb gekommen und bereit, denselbenfür immer herumzutragen. Der Monarch möge daher im-merhin die Gnade erzeigen, mit ihm zu würfeln, darüber, obdie Lösesumme ihm gänzlich erlassen oder durch ihn, den Gra-
burg mit St- Bit ab. (v,u. zg. Mai 1489.' Vergleiche Ar-nold,, Gesch. O. N- Länder. II. 207.)
*) Urk. im Königl. Haus-Archiv, <l.U. 1489 (franz.)
*5) Dieß war wohl blos ein diplomatisches Kompliment, denn derGegenbeweis wäre sehr leicht zu führen gewesen.