Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
110
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fcn, verdoppelt werden sollte; denn bereits habe er noch einmalso viel, als hier mitgebracht worden, in der Nahe. DerKönig, überrascht durch solchen großherzigen Sinn, schenktehierauf "Eugclbrccht das ganze Lvsegeld. Als wenige Tagedarauf Nassau ein glänzendes Mahl gab, wozu er die Großendes Hofes und die vornehmsten Bürger von Paris einlud,ward nur der König nicht mitgebctcn. Dieser beklagte sichhierüber beim Grafen; Engclbrccht aber bemerkte ganz unbe-fangen: daß es für ihn, der von weit geringerem Range,unschicklich gewesen seyn würde, einen Größen, zu Tische zuladen; wolle aber Sr. Majestät ihm gleichwohl die Ehre desBesuches erzeigen, so werde er dadurch hochbeglückt seyn. Essteht nicht aufgeschrieben, ob Karl die Einladung angenommenoder nicht; wohl aber ist bemerkt, daß er allen Bürgern vonParis verboten habe, an den Grasen Holz zu verkaufen; der-selbe jedoch wußte sich bald zu helfen, und ließ in seiner KücheZimmt und andere wohlriechende Materien dieser Art zu Koch-Holz verwenden. Der König, welcher mit seinen Neckereien sichüberwunden sah, erließ nunmehr Cngclbrecht nicht nur dasganze Lösegcld, sondern er setzte ihm sogar einen jährlichenGehalt, ausgestellt auf seine Privatkassc, ans.

Also die mündlichen Sagen Aber die hier beschrie-bene Großmuth des allcrchrisilichsten Königs war, faktischenBeweisen zufolge, nicht so ausschweifender Natur. Der Grafmußte die bedeutende Summe wirklich entrichten und erlittan seinem eigenen Bcsitzrhum durch die Treue, welche er sei-nem Herrn bezeigt, schweren Verlust ^). Dafür hatte er

«) kt!.>n, Leise!-«. te. X !V, tot, ch. X. p> z^8>) und

nach ihm abgekürzt, der wackere 2. Kvck, im Vasei-Iansscben

XVooräenbuelt. (X. l)eet. p>. Z9Z.)

«) Die trockenen Urkunden sprechen gegen die poetische Erzäh-lung (bei der Pontanus blos die Worte gebraucht! Ut e«r me-inoeavils, ex eetütittne aeeepi,) Außer der oben (bei

Arnold!) angeführten, zeugt für die Bezahlung der Summe