Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
80
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daran 20,000 Gulden, als den ihr zukommenden Antheil.Sie forderte ferner ihren und ihrer Schwester an den aufJülich ihren Eltern einst durch Herzog Wilhelm I. verschrie-benen 22,S00 Goldguldcn. Allein auch diese Angelegenheitzog sich ungewöhnlich in die Länge. Nach Karl'», welchenandere Dinge dringender beschäftigten und welcher lieber Kricgs-als Rechtsfragen zu entscheiden gewohnt war, wurde Trierals Richter bestellt. Endlich, im Jahr 1ä76 war der alteErbvcrtag als in voller Kraft bestehend, Herzog Gerhards Ur-kunde als ungültig und erschlichen anerkannt. Aber auch jetztnoch machte das Haus Jülich Einwendung und Hinvernisse.Der Nachfolger Gerhards, Wilhelm, zeigte sich zur Ausglei-chung bereit; aber dieß war nur Maske; man zerrte denärgerlichen Erbhandcl durch verschiedene Generationen nochmehrere Jahrhunderte herum und er versank endlichin das große Grab der cnuses cäläk>ve8 des Rcichskammcr-gcrichts. Hier war somit die Familie Nassau trotz aller An-strengungen der in solchen Dingen herrschenden Anarchie desteutschen öffentlichen Rechtes unterlegen.

Noch müssen wir den Grafen Johann zurück in seineniederländischen Herrschaften begleiten. Alle Berichte stimmenüber seine treffliche Haltung, sein rcchtliebcndcs Wesen undseine ächtlandcsvätcrlichc Gesinnung darin übcrcin. Er mehrtedie Freiheiten Breda's bei jeder Gelegenheit. Gleich seineHuldigung verewigte er durch Erthcilung der Accisfreihcit fürdie Bierbrauereien der Stadt, ein Punkt von Lcbcnswichtigkeitin jener Periode "). Von Brabant erhielt er, daß Bredaund Bergen dem Rcchtsgcbicre der Markgrafschaft Antwerpenentzogen und für die Zukunft unmittelbar unter das von Bra-bant gestellt wurde. Bisher hatten Johann von Nassau undJean von Bergen das gemeine Land von Breda gcmcinschaft-

pt'oevo vtr. 58- Maria von Burgund und Marimil.l-bestätigten nachmals dieses Privilegium. Ebendas. Nr. 59.