Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
78
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partci vereitelte abermals ein Endresultat. Ein neues Jahrwar verstrichen, ehe man darauf verfiel, einen Obmann zuwählen. Endlich kam Johann VI. in den Besitz des Gewünsch-ten und vererbte es auf seine Sohne

Ein zweiter Erbfall in dem Loon-Hcinsbcrg'schcn Hausebegab sich, nachdem Graf Wilhelm II. von Blankenhcim, undmit ihm der ganze Mannsstamm desselben hingeschieden war.Ein Mcrthcil des Hcrzvgthums Jülich prangte unter denHauptstücken der reichen Erbschaft. Wilhelm, der älteste Sohndes ersten Herzogs von Jülich, war durch Erbschaft Grasvon Berg geworden, jedoch vor seinem Vater gestorben. Als-bald nahm der jüngere Bruder, ebenfalls Wilhelm geheißen,Besitz von dem Fürstenthum. Von ihm kam es auf seinenältern Sohn, gleiches Namens und zugleich in Geldern Her-zog. Allein auch dieser ward kinderlos nach nicht langer Zeitvom Tode überrascht und der jüngere Prinz, Raynald erbtbeide Hcrzogthümcr. Der nemlichc Fall trat von Neuem einund somit war die jüngere Linie von Jülich erloschen.

Als Bewerber um Geldern-Jülich traten jetzt auf: derältere Bergische Zweig, der von Gerhard stammte, und derSohn Philippiners (Tochter Herzog Wilhelms I.) Johann II.,Graf von Loon und Heinsberg. Nach mehrfachem Hader,der jedoch keinen Theil dem Ziele näher führte, verstanden siesich zu einem Vergleiche, welchem gemäß die Jülich-BcrgischeLinie nach Raynalds Hinschcid drei Vierthcilc erben sollteIn der That traf dieser Fall schon nach drei Jahren ein; Jo-hann von Loon hinterließ seinem zweiten Sohne, Graf Wilhelmzu Blankenhcim sein Vicrthcil und derselbe zögerte nicht, mit

-) /'»c, — — Krem er (Beitr.

zu Jülich-Berg'schen Geschichte); Arnoldi H. l8» — t85. —Vergleiche auch in den Beilagen des Bandes den Stainmbaumdes Loon-Heinsberg'schen Geschlechtes zur Erleichterung derUebersicht dieser verwickelten Erdgeschichte.

**) April i»2o.