Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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gefangen und zwang ihn zu kostspieliger Losung. Natürlichverstärkte dieser Umstand nur die innere Bitterkeit und spätnur kam eine wirkliche Aussöhnung zu Stande. Friedrich er-kannte endlich die Lehcnherrschast des Erzstiftes über Dcdelndorsund Garlaut an, und ließ den Akt vor sich gehen. Hinfortwidmete der Graf seinen Arm ruhmvolleren Unternehmungen.In den Kämpfen seines Freundes Heinrich von Lurcmburgmit Balduin von Flandern und Henuega» um Namnr, dieüppige Grafschaft, war sein Schwert eines der gefürchtetsicn.Der größte Ruhm erwuchs ihm aber aus den Thaten, welcheer in Palästina vollbracht. Mannigfache Abcnthcncr stießen ihmdaselbst auf; er gerieth ebenfalls in der Sarazenen Hand undgewann nur mit schweren Opfern und sehr spät seine Frei-heit 'wieder. Kaum hatte er das Vaterland wieder erblicktund die Grüße seiner Freunde empfangen, als sein Korperden vielen Wunden und Strapazen erlag ").

Mathilde von Salm, seine Gemahlin, hatte ihm mehrereKinder geboren, von denen jedoch bloß Heinrich bekanntgeworden ist. Diesem gab die Vcrschwägerung mit demberühmten Hause Flandern, welches auf dem lateinischenKaiserthroue in Koustautiuopel saß, einen bedeutenden Schwungund einen Stützpunkt für mancherlei Ansprüche. Marg ucritcvon Courtcnay, die Schwester Roberts und Enkelin Bal-duins (von der bekannten Jolantha), war sein Weib, Namnrdas Hauptziel seiner begehrlichsten Wünsche geworden. Esgelang ihm, sich in Besitz der Grafschaft zu setzen, allein bloßfür die Dauer von cilf Jahren; da mußte er dem Andrängeseines Schwagers Balduin, welcher überdies? an französischenBeistand sich lehnte, weichen. War er als tapferer Ritter,gleich seinem Vater, allenthalben bekannt, so prieß die gläu-bige Menge doch noch mehr seine Frömmigkeit und Menschen-liebe, mit welcher er Abteien, Kloster, Hospitäler stiftete. Des