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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Feldherr und Diplomat.

zumDurchlaucht" allerdings nicht anerkannt, es ist auchdenselben in Bayern längere Zeit nur der TitelfürstlicheGnaden" gegeben worden; seit neuerer Zeit findet man imStaatshandbuche und zwar unter der RubrikKammer derReichsräte" den regierenden Fürsten ausdrücklich mit demPrädikatDurchlaucht", was für den Befiz dieses Titelsone alle kleinlichen Beschränkungen" rechtliche Präsumtiongewärt.

Weniger Glück und Anerkennung als im Felde fan-den Wrede's Leistungen auf dem glatten Parkette derDiplomatie, und es dürfte dessen Wal zu einem solchenGeschäfte, welches seinem ganzen Karakter fremd war, ent-schieden als Mißgriff zu betrachten gewesen sein.

In den Wiener Sälen", schreibt v. Lang,diente seinsoldatisches Auftreten, seine militärische Kunstspracheselbst unter den Ohren der Monarchen, das Anschlagenan den Degenknopf und das drohende Ausstrecken der Mar-schalls Hand zu vieler Erheiterung."

Und an einem anderen Orte schreibt derselbe:

Es war kaum möglich, daß die Entschädigungsfragefür Bayern mit weniger diplomatischer Gewandtheit hättegefürt werden können und wie viel schärfer ein Montg elasschon vorausgesehen, beweist der einzige Umstand, daß er,als det Pariser Friede geschlossen werden sollte, den inParis weilenden Wrede erinnerte, darauf zu zu dringen,daß er den Frieden mit unterschreiben dürfe. Da hießes aber:Ein Marschall Wrede unterschreibt nur mit demDegen; laßt mir die andern Federfuchsereien!" und so fandman denn Baiern beim spätern Kongreß nicht unter denvorausgestellten decidirenden und exekutiven Mächten, welche