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Kaspar's v. Törring Ende.
So möge der freundliche Leser nun auch von dem Hel-den unserer Geschichte, dem edlen Kaspar v. Törring,Abschied nemen — auf Nimmerwiedersehen!
Heute erblicken wir ihn noch von dem Freistule zuLimburg wegreitend mit dem menschlichen Traume, nachsechszenjärigen harten Kämpfen nunmer die „Größe seinerQual" geendet zu sehen und nun der lang ersenten Ruhein der Heimat zu genießen — und
„Roß und Reiter sah man niemals wieder."
Es bedarf kaum einer Andeutung, daß Kaspar einesg ewaltsamen Todes starb. Durch wessen Hand, zu wel-cher Zeit und an welchem Orte bleibt wol für immer ver-borgen.
Gewiß ist nur, daß Kaspar seit dem Gerichtstage zuLimburg in keiner Urkunde mer auftritt. Gewiß ist, daßHerzog Heinrich die Sache nicht beruhen ließ, sondernden Prozeß vor einem anderen Stule wieder anstrebte undauch gewann — es wäre ja doch zu unerhört gewesen, daßein Fürst des römischen Reiches sich hätte eine Vervemungso one Weiteres gefallen lassen! — gewiß ist ferner nur,daß die nächste Urkunde des heimlichen Gerichts, welche vonunserem Helden spricht (sie datirt vom 26. März 1430,also nur neun Monate nach jener von H. Heinrich'sVervemung!) denselben „Kaspar den Torringer seli-gen" nennt.
Die Seligkeit war also Kaspar's Lon für seine Aus-dauer und die Ruhe, nach der er sich gesent hatte, war —der Tod.
Männer wie Herzog Heinrich waren um die Mit-tel nie verlegen, warum sollte gerade der unbequeme Kasparewig leben?! — —