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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Er behauptete deßhalb später immer, es sei ihm vom Her-zog nichtabgesagt", sondern er sei unritterlich und widerRecht und Ere überfallen worden. Merere Jare späterließ deßhalb Herzog Heinrich sich von den genanntenStädten urkundlich bestätigen, daß er und sie damals demTörringer redlich abgesagt und irer Ere genug getan hät-ten. (v. Freiberg a. a. O. 234.)

Um aber dem in Uistoriois minder geübten Leser eineVorstellung zu geben, wie diese Absage- oder Feindesbriefe,welche man sich vor Beginn der Fede zuzusenden hatte, un-gefär lauteten, sei hier ein Schema nach mereren vorliegen-den Originalen aus eben jener Zeit mitgeteilt.

Der Eingang des Briefes lautete ziemlich kategorisch,in der Regel so:

Wir oder Ich N. N. fügen Dir oder Euch N. N. zuwissen, daß . .

Zuweilen noch kürzer:

Wisset N. N., daß ..."

Nun folgt die Aufzälung der Uebeltaten, Ungerech-tigkeiten u. s. w., deren der Absagende seineu Gegner zeit,mit dem Hinzufügen, daß im Guten und Rechten mit ihmnicht auszukommen gewesen sei u. s. w. (Es verstet sichvon selbst, daß dabei aus einer Mucke ein Elefant gemachtund auch manche Untat förmlich erfunden wurde.) Hier-auf folgt die Aufkllndung der Freundschaft mit den undänlichen Worten:

Also will ich Dein (Euer) und der Deinigen Feindsein, ich und meine Helfer mit Namen N. N. N. N. undwollen Dir mit Nam und Brand (mit Raub und Feuer)zu Deinem Gut greisen, wo wir das bekommen mögen,