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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Vorwort zum ersten Bande.

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hätte, und deßhalb ist auch gegenüber den ehemals souve-rainen Familien, die ro ipsa in dieser Kammer sizeu, einnicht zu verkennender Unterschied obwaltend aber sowie die Dinge eben stehen, wäre es unbillig, die 20nicht unmittelbaren Familien, welche denn doch eine bevor-zugte erbliche Stellung im Lande einnemen, unter die Massedes' übrigen niederen Adels zu rangiren. Da sie jedochauch ebensowenig (und in alle Ewigkeit nicht mer) in dieReie deA hohen Adels eintreten können, so habe ich siegleich iren Kammergenossen unter den modernen Begriffgroßer Adel subsumiren wollen, Wärend ich allen übri-gen blüenden Adel des Königreichs zum Gegensaze dieser36 Familien des großen Adels als den kleinen AdelBayerns bezeichne. Diesen kleinen Adel, welcher natürlichungleich zalreicher ist, werde ich in dem zweiten BandedesAdelichen Antiquarius" behandeln, dem drittenBande aber dieadelichen Passionen" und Cnrio-sitäten, insbesondere die Schilderungen der Sitten und Ge-braüche, Turniere, Festlichkeiten u. s. w. vorbehalten. Ichhoffe, der Leser wird mit meiner Einteilung und Behand-lung des Stoffes zufrieden sein!

Was nun den Inhalt vorliegenden ersten Bandes be-trifft, so habe ich mich bestrebt das Gute und Beste vonjeder Familie zu sagen, one dadurch dem Vorwurfe derSchmeichelei mich preiszugeben, welche ich als mit der hi-storischen Kritik unvereinbar halte. Ich habe die einzelnenbedeutenderen Glieder der Familien nicht als Silhouetten,sondern in irer Zeit und mit irer Umgebung dargestellt;der Leser wird deßhalb z. B. den Helden des 30järigenKrieges, den Pappenheim, nicht als einzelne Figur, son-dern mitten unter seinen Zeitgenossen treibend und getrieben