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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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4 Vorwort zum ersten Bande.

historisches Faktum sein, das sie als eine Verirrung dessonst gründlichen Verstandes unsererdenkenden Nation"belächeln werden. Möglich wäre denn wol auch noch dieVermeidung dieser Klippe, und für den Freund des wirk-lichen Fortschrittes, der wirklichen Bildung und der wirk-lichen National-Ere kann diese Möglichkeit nur ein Trostsein. Millionen gebildeter Männer und Frauen auch außer-deutscher Nationen würden mit mir einstimmen, wenn iches ausspräche, daß, sollte die sogenanntedeutsche Einig-keit" nur auf dem Wege der rohen Gewalt, der Säbel-herrschaft, des Despotismus und der Centralisation erzieltwerden können, eine solche Einigkeit weder wüuschens- nochachtungswürdig genannt werden könnte.

Was insbesondere unser bayerisches Vaterland betrifft,so war dessen Lage Wärend der angedeuteten Ereignissekeine beneidenswerte. Eine zweideutige, unklare Politik nachAußen beraubte uns unserer Freunde, eine ratlose Regierungund ziemlich mangelhafte Kriegfürung entzog uns alle Vor-teile, die bei den sonst unerschöpften Mitteln des Landesuns zum Nuzen und dem Gegner zum Schaden hätten ge-reichen müssen. Ueber alles dieß unterstüzte der eine Teilunserer Presse diesen Gegner in liberalster Weise, indemer eifrigst bestrebt war, alle Schwächen, Mängel undFeler der eigenen Regierung und Armee dem Feinde indie Oren zu posaunen, wogegen der andere Teil der Presse,an dem es gewesen wäre, das Ansehen der Regierungund dadurch das Vertrauen des Landes zur selben indiesen gefärlichen Tagen zu heben und zu halten, den An-blick vollkommener Sinnverwirrtheit bot. So allein konntees kommen, daß Bayern am Schlüsse des Krieges beschnittenund in verlezendsler Weise gedemütigt wurde.

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