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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Ein taris'scher Postillon.

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Briefmarken ausgibt. Die Zeit wird voraussichtlich auchdiesen lezten Rest taxis'scher Postgröße verschlingen und esdürfte nicht unmöglich sein, daß unseren Nachkommen einstder lezte taxis' sche Postillon in einem Raritätenkabinetansgestopft gezeigt würde. Damit aber der Leser, welchemder jezt schon seltene Hochgenuß des Anblickes eines taxis'-schen Postillons nie geworden, sich eine richtige Vorstellungvon dem aüssern Aussehen dieser Menschengattung machenkönne, erlaubt sich der Antiquarius dasselbe hier zum Schlüsseder Notizen über die taxis'sche Post zu beschreiben.

Der taxis'sche Postillon ist was seine Innenseite an-betrifft, in der Regel ein Stallknecht oder anderer Bauern-knecht, der von Zeit zu Zeit Uniform anlegt und dann einhalboffizieller Mensch wird. Er spricht in der Regel einMutterdeutsch, d. h. ein solches Deutsch, wie es ihn seineMutter gelert hat, z. B. in Schwaben schwäbisches, inHessen hessisches, in Oldenburg plattdeutsches. Im klebri-gen heißt er Schwager wie alle seine Collegen und ist wiediese für Trinkgelder nicht unempfänglich.

Seine süssere Erscheinung war bis in die neuere Zeit,die auch hierin modernisirt hat, eine altreichsmäßige. Dertaxis'sche Postillon trug nemlich die Farben des heili-gen römischen Reichs an sich: Schwarz und Gelb.

Auf dem Haupte saß ein schwarzlakirter, breitkrämpiger,runder Hut mit einem schwarzen Roßhaarbusch an derlinken Seite.

Die Bekleidung des Oberleibes bestand in einem schwefel-gelben Fräckchen, dessen ganz kurze Schöße nur die Hälftedes Unaussprechlichen bedeckten. Die Aufschläge an Kragen,Aermeln und Schößen waren ganz schwarz.