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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Wilhelm von Sandizell

monatlange Entberungen und Strapazen zu entschädigen —um jeden Preis. Nach allen Berichten waren es aber dieSpanier, welche hiebei vom Glücke am meisten begünstigtoder auch die geübtesten im Rauben, Plündern, Martern,Brandschazen, Wüsterei, Sittenlosigkeit und Erpressen waren.Unermeßliches an Schäzen fiel in die Hände der Wü-tenden. Die Haüser der Kardinäle und irer Maitressen lie-ferten das Beste! —

„Man meint, das geraubt Gut an Gold, Silber undEdelgesteinen Hab' bei 10 Millionen Wertes, dasauferlegte Strafgeld aber noch eine viel größere Summeübertroffen."

„Diesem Jammer und Untergang der ganzen Stadthat Papst Clement von der Engelsburg aus zuge-sehen."

„Die Landsknecht haben die Cardinäls-Hüt' aufgesezt,die roten langen Röck' angetan und sind auf Eseln in derStadt umgeritten, haben also ir Kurzweil und Affen-spiel gehalten."

„Wilhelm von Sandizell ist oftermals mit seinerRott', als römischer Papst gekleidet, mit den drei Kronen(der Tiara) vor die Engelsburg gezogen, da haben dieKnecht in den Kardinals-Röcken irem Papst Reverenz getan,ire langen Röck' vorneu mit den Händen aufgehellt, denhintern Schweis aber auf der Erd' lassen nachschleifen; siehaben sich mit Haupt und Schultern vor irem Papst tiefgebogen, niedergekniet und ihm Händ' und Füß' geküßt."

„Alsdann hat der v. Sandizell mit einem Glasvoll Wein den Segen geben und dem rechten PapstClementi (welcher zu einem Fenster der Engelsburg herab-