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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Die Werbungen Froudsberg's. 271

^.iino 1524 ward er gegen eine „schwere und hoch-verpönte" Verschreibung, in der er sich verpflichtete 3 Jareaußer Landes zu dienen, sei es in Frankreich, Italien oderin Preußen und unter Bürgschaftsleistung vieler Edelleutewieder aus dem Falkenturm entlassen.

Gerade zu jener Zeit ertönten die Werbetrommeln desberümten Landsknecht-Obersten Georg von Frondsberg,Herrn zu Mindelheim. In welschen Landen, wo sich deutsche,französische und römische Politik seit Jarhunderten begeg-neten, war bereits im Jare 1523 der Krieg ernstlich wiederausgebrochen. Der Konnetable von Bourbon, des Kö-nigs von Frankreick Blutsfreund, hatte sich von diesemlosgesagt und war in des deutschen Kaisers Dienste getreten.

Caspar, der heldenmütige Son Georg's v. Fronds-berg, stand bereits als Hauptmann über 11 Fänleindeutscher Landsknechte auf welschem Boden und werte sichgegen die französische Uebermacht. Gegen Ende des Jares1524 war er zu Pavia von dem Könige Franz vonFrankreich eingeschlossen. Der Kaiser rief den alten Fronds-berg, Georg, zu schleuniger Hilfe.

Mit Vorstreckung eigenen Geldes (denn der Kaiserhatte in der Regel nur schöne Worte, wenn er in Notwar, aber wenig Geld, wenn er zalen sollte) warb alsoGeorg v. Frondsberg 29 Fänlein Knechte aus Bayern,Schwaben und der Schweiz, schickte 18 davon unter FürungMarx Sittich's v. Embs voraus und kam mit den übrigen11 Fänlein im Winter 1524 auf 1525 nach Meran, woer General-Musterung hielt. Unter seinen Hauptleuten undFändrichen waren merere Bayern, von denen AlexanderGraf v. Ortenburg, Ludwig Graf v. Dettingen,