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Die Herrschaft Jsny.
ist rauh, der Winter lange dauernd, wie die hohe Lage unddie Nähe des Hochgebirges (Allgaüer-Alpen) dieß nichts an-ders erwarten läßt- Hinsichtlich der Schnee- und Regen-menge übertrifft Jsny alle übrigen Orte des LandesWirtemberg. In der Nähe der Stadt findet man einigehübsche Gärten und eine angenehme mit Bäumen bepflanztePromenade führt rings um die Stadt. Diese ist mit Mau-ern umgeben und hat 4 Thore. Zwei sich kreuzende Haupt-straßen führen vom Lindauer- zum Leutkirchner- und vomKempter- zum Espann-Thor. Sie hat 2 Vorstädte. DieGesammtsläche beträgt etwas über 38 Morgen. Das Aus-sehen der Stadt macht auch von Innen keinen ungünstigenEindruck, wiewohl manches unansehnliche und zu sehr länd-liche Haus das Auge stört. Die Anzahl sämmtlicher Ge-baüde ist 494, darunter 2 Kirchen, ein Rath-, ein Schul-haus. Unter den dem Grundherrn zugehörigen Gebaüdenzeichnet sich die ehemalige Benediktiner-Abtei, welchean der Nordostseite innerhalb der Stadtmauer liegt, aus.Dieses Kloster-Gebaüde wurde 1737 und 38 von Abt Leoerbaut und nach Aufhebung des Klosters von dem Grafenv. Quadt seiner jetzigen Bestimmung, einer gräflichenResidenz angemessen eingerichtet und verschönert. Es istein solides, ziemlich regelmäßiges, aber nicht sehr ansehn-liches Gebaüde, das mit der Rentamtswohnung ein ge-schlossenes Ganzes mit 2 Höfen bildet. Dazu gehören nocheinige andere Oekonomie- und Nebengebaüde und hübscheGartenanlagen. Jsny zählte 1839: 1881 Einwohner." —>Es erübrigt noch zu erwänen, daß die Familie derQuaden 1620 uud 1666 Reichs-Freiherrn-, dann 1714und 1752 Reichs-Grasen-Briefe erhielt. Das Stamm Wappenzeigt zwei gegengezinnte silberne Balken in Rot.