S2
Schweinkreist und Gumppenberg.
folgen und zustehen getreulich on' Gefärde." 100 PfundPfennige galt von da als järlicher, aus der Hofkamuier zubezalender Gehalt des jeweiligen Erbmarschalls.
Als ein Beispiel von Ritterlichkeit sei Stefan vonGumppenberg, der erste dieses Namens, aufgefürt,von dem zu Hundts Zeiten nsch ein Reim erzälte, daß erbei Eßlingen im Kampfe (1316) einen schwäbischenRitter Schwein kreist gefangen, aber (warscheinlick beiJnnewerdung des erschrecklichen Namens) sogleich auf purolswieder entlassen habe. Der Schw. stellte sich wieder mitdem Lösegeld, Gumppenberg aber sagte nobel: „Ich Habsein nit not" (ick brauche das Geld nicht), und „entließ ihnzur selbigen Stunde."
Ausserdem soll ncch Hans v. G. auSgewält werden,den W. Hundt selbst fiir ein Curicsum und Original hieltund von dem er schreibt:
„Hanns der alt mit den langen Ohren, wie manihn nannt, Herrn Jörgen's Sohn, war eine lange schönePerson, in der Jugend auf dem Gaul, mit der Arm-brust und Spieß, wie der Zeit da gebrauchig fast rundund hurtig, sonst nit hocken Verstands, auch nit zumBesten gehaust, Haitzkoven und andere Güterverkauft und anworden. Dieser Hans ist gar alt wordeng,nn<z 65 (1565) verstorben. Er hat, wenn man ihm zumTanz aufgemacht (Musik gespielt), die Ohren seinesgefallens rühren können, welches gar seltzsam undWunderbarlich gewesen."
Das gegenwärtige Geschlecht teilt sich in drei Haupt-und zwei Nebenlinien, nemlich Pöttmes (Haupt- undNebenlinie), Ober-Prennberg und Peuerbach (Haupt-und Nebenlinie.) Eine sogenannte Dingolfinger Neben-