Anekdote aus Welschland.
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welche auf irem Schlosse Arco eben anwesend waren, zueinem Stelldichein an einen gewissen Ort in der Näe bitten.Dieselben kamen; die Kurfürstin stellte inen ire Cousins vor,erstaunte aber nicht wenig, als sie bemerken mußte, daß sichdie welschen Arco'chen mit einer an's Unzarte grenzendenAengstlichkeit von den deutschen Arco'chen entfernt zuhalten suchten, gleichsam, als wollten sie damit zu verstehengeben, sie erkennten selbe als Vetlern nicht an.Die energische Kurfürstin soll das Rendezvous rasch abge-brochen, mit iren Sönen in den Wagen gestiegen und ab-gefaren sein, wärend der ersten Stunde aber one Aufhören
über diese „Malefiz —" gedonnert haben. So
die Erzälung, welche der Leser sich nach seinem Sinne znrechtlegen mag; sie soll lediglich eine Anekdote zur Beleuchtungdes oben Gesagten und der Cousinschaft in keiner Weisevorgreiflich sein.
Sollte es den Leser interessiren, die Skizze eines Bildesauch von diesen sog. neuen Herren von Arco zu haben,wie eine solche oben von dem Haupte der sog. alten Arcogegeben worden, so erlaubt sich der Aniiguarius zu bemerken,daß ihm nicht leicht das Bild eines jovialeren Cavaliersvorgekommen sei, als das des Herrn Grafen Max vonArco-Zinnenberg, welcher mit einer stattlichen Figur,einem martialischen schwarzen Schnur- nnv Backenbarte einefreundliche, gewinnende Miene verbindet, ziemlich altbayerischspricht, eine der größten Gewei-Sammlnngen besizt und trozleidenschaftlicher Jägerei für einen guten p>a.t<zr kuniilinZgilt. — Weniger günstigen Eindruck macht seines HerrnBruders des Grafen Alois von Arco-Stepperg aüßereErscheinung. Sie kam dem Antiguarius, entsprechend demin ungarischer Manier scharf gedretcn schwarzen Schnurbarte,