Steppberg und -Zinnenberg.
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zwischen dem Genial und der Gemalin gegeben, die ent-rüstete Kurfllrstin ihm in Folge dessen feierlichst die ehelichenPflichten aufgesagt und sich jede Annäerung von ihm ver-beten haben.— So wurde Leopoldina i. I. 1799 einekinderlose junge Wittwe, in welcher sich aber gar bald dasBedürfnis der Ehe wieder geltend machte; sie erfüllte sichdiesen Wunsch, wie es scheint, in der natürlichsten und be-quemsten Weise, indem sie iren, um 21 Jare altern,Obristhofmeister, den Grafen Ludwig von Arco,zum glücklichen Gemal machte (14. Nov. 1804). Einigebehaupten, die Kurfürslin habe zuerst eine Liaison mit dembekannten Grafen Neisach, von dem noch öfter die Redesein wird, gehabt und ihn heiraten wollen, was aber GrafMontgelas hintertrieben haben soll, um seinen SchwagerArco zu plaziren. Die Früchte dieser Ehe nun waren:ein i. I. 1808 geboxner Son Alois, der zu dem Titeleines Grafen von Arco noch die Hofmark Steppergunterhalb Neuburg an der Donau zum Angebinde erhielt.Dieser Herr lebt mit einer Marchesa Pallavicina inkinderloser Ehe, teils in München, teils^äiif seinen Güternin Oesterreich, von denen das feenhafte Schloß Anis,mitten in einem See bei Salzburg gelegen, gewiß jedemTouristen bekannt ist.
Der zweite und lezte Sprosse der fürstlichen Ehe warMaximilian (geb. 1811), welchem (das seither wiederveraüßerte) Gut Zinnenberg, im Gerichte Ebersberg(Oberbayern) zu Teil wurde, wovon er und seine Nach-kommen den Beinamen füren. Außer den genannten Güternhaben die neuen Herren von Arco noch eine große Anzalanderer — z. B- das herrliche Brannenburg am Inn —von irer Frau Mutter geerbt, aber soviel dem Antiquarius