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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Die heutigen Arco-Valley. öl

in wenigen Minuten verschied. In unglaublicher Raschheitverbreitete sich das Gerücht, der Kurfürst von Bayern seierschossen worden, durch's Land, und in der Burg zu Wienwar darüber kein geringer Jubel man glaubt ja sogerne, was man wünscht.

Die Nachkommen des Grafen Emannel scheinen inBayern Fuß gewonnen zu haben, doch kamen sie erst gegendie Mitte des vorigen Jarhunderts zu Grundbesiz, warschein-lich auch durch Heirat, wie die meisten angehenden Geschlech-ter. Graf Zech von Lobming fürt 1772 in seinerAnzeigeder in Bayern begüterten Cavaliers" die Grafen Arco mitden Gütern: Oberkollnbach (welches das bedeutendste war),dann Au, Bram und Nießlbram, Penzing, Bogenhausen undUnholzing auf. Daß sie heutzutage außer Köllnbach nocheinen dieser Edelmannssize innehaben, ist ser zu bezweifeln;dagegen bestzen sie jezt die weit bedeutenderen tattenbach'-schen Güter, von denen am Eingange bereits die Rede war,worin sie sich mit Gottes Hilfe erhalten mögen bis inferne Zeiten.

Um auch etwas näer Bezeichnendes über die jezt leben-den Glieder der Familie beizubringen (was mer für dieauswärtigen Leser und unsere Nachkommen von Interessesein dürfte), so bemerkt hier der Antiquarius, daß der gegen-wärtige Senior und Reichsrat Maximilian Graf vonArco-Valley, mit einer Marchesa Marescalcha vermält,unter acht Kindern sechs Söne erworben habe, von derenältestem er bereits Großvaterfreuden erlebte. Ein Aus-sterben der Arco-Valley ist also vorderhand nicht zu be-fürchten. Das järliche Einkommen des Reichsrats wird auf120,000 Gulden geschäzt, wenn es höer ist, desto besserfür ihn! Ausserdem gilt Hr. Reichsrat als das Haupt der

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