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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Vasallen von Tirol.

Streitfrage noch ein klebriges tun und erzälen, daß im ober-bayer. Archiv I. 101 eine trientiner Urkunde vom I. 1324zu finden sei, iu welcher Gerardus de Archo mit deineinfachen Titel Edelmann und Herr (»obilis vir sominns)neben Petrozottv v. Lodron und andern tiroler Edelleutenals Zeuge erscheint.

Erst, seit dieser Zeit (1413)", schreibt der tirolische Ge-nealoge v. Mayrhofen,haben die v. Arco sich eigent-lich des gräflichen Titels zu gebrauchen angefangen und sichals deni Reiche unmittelbar zu betrachten, und selben unge-stört innegehabt bis auf die Zeiten Kaiser Ferdinand I.,welcher die Grafen von Arco erstmaleinö wie andereVasallen zum Landtag nach Innsbruck erfordert,wobei seinem Befehl aber von inen nicht gefolgt worden.Erzherzog Ferdinand von Tirol hat diesen Befehl wieder-holt ouer achtet die Grafen von Arco kurz zuvor(48. Okt. 1577) vom Kaiser Rudolf lt. die Rcichs-belchnung erlangt hatten. Als die v. Arco abermals nichterschienen, hat inen der Erzherzog ire Neichsgrafschaft mitGewalt eingezogen, und sind sie bei 35 Jaren iresEigentums beraubt gewesen. Erst nachdem sie sich endlichder Uebermacht ergeben, ist inen Anno 1614 ir ererbtesEigenthum Arco, Penedo und Dreuo wiederum zurückgegebenworden." Der Leser ersiet hier eine kleine Beleuchtungdamaliger Nechtszustände, und wie ser die Macht der deut-schen Kaiser gesunken sein mußte, wenn ein so kleiner Herr,wie der gefürstete Graf von Tirol, der gleichwol ein Ver-wandter des Kaisers war, mit den Lehenträgern des heil,röm. Reichs in so brutaler Weise und ungestraft verfarcn konnte.

Seit jeuer Zeit erscheinen die Arco in der Matrikel dertirolischcn adelichen Landmänuer, und noch in der neuesten