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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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Angeblicher Grafenbrief 1221.

rasch zu Ansehen und Vermögen geschwungen zu haben, dennsie wollen schon im XIII, Jarhnndert Reichsgrafen ge-wesen sein, wie sie denn auch eine Urkunde von KaiserFriedrich II, aufweisen, darin dieser auö kaiserlicher Gnadedie drei Gebrüder Friedrich, Albrecht und Riprant von Arcozu Grafen des Reiches adelt und erhebtals hätten sieiren Ursprung wirklich von altgeborencn Grafen genom-men". Diese Urkunde, deren Datum stet Brindisi am 6.der Kalenden des Merz 1221, ist schon früer angezweifelt,auf's Bestimmteste aber von dem kürzlich verstorbenen Ur-knndcnforscher Böhmer, der sie für höchst warscheinlich ge-fälscht erklärt, da sie neben vielen anderen Ungereimtheitenauch ein Datum enthält, daS nicht in das Reise-Tagebuchdes Kaisers paßt.

Gesezt aber, die Urkunde sei unzweifelhaft ächt, sobeweist sie besser als alle andern Gründe, daß die Arco'sim Jare 1221 weder wußten noch glaubten, daßsie von den bayerischen Grafen von Bogen abstamm-ten, sonst würde nicht nur davon in der Urkunde jeden-falls Erwänung geschehen sein, um so mer als KaiserFriedrich einen so bedeutenden Herrn, wie den damals leben-den Grafen Albrecht von Bogen in Bayern gewiß per-sönlich gekannt hatte; sondern es wäre dann auch, wenn dieArco von Hans ans Diu asten-Grafen gewesen, damalsinen durch die Erhebung in den kaiserlichen Grafenstandeine große Erniedrigung flucht Erhöung!) angetan wor-den, und endlich müßte nach Bayern, wo das Geschlecht mitAlbrecht IV. Graf von Bogen erst 1242 ausstarb, sich irgendeine Nachricht verirrt haben, was aber nicht geschehen ist.Aus diesen urkundlichen Angaben get auf's Bestimmtestehervor, daß der späteren Behauptung der welschen Arco,