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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
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JarhundertS fidcicomittirtcs Eigentum der altbayerischenFamilie der Grafen Tattcnbach, von deren einem siedurch Testament an den Schwiegcrson, einen Grafen Arco, ge-kommen, und da es sich zufällig traf, daß der Schwagerdieses Arco der allmächtige bayerische Minister Graf Mont-gelas war, so mag wol Gunst und Liebung auch dazu ge-holfen haben, daß die Familie Tattcnbach iren Prozeßverlor. Es wäre in der Tat eine unvcrzeilichc Torheit ge-wesen, hätten die Arco nicht alle Kräfte angespannt, um beidem schönen Grnndbesize zu verbleiben.

Nun es geschehen, rechnen sie den Erfolg unstreitig alseinen Segen Gottes; wäre der Prozeß verloren gegangen unddie Tattcnbach wieder in Bestz gekommen, so hätten unzweifel-haft sie mit dem Schuze Gottes sich getröstet. Der An-tiguarius wird an einem andern Orte von dem lezterenGeschlechte und der angedeuteten Sache ein Mercres erzälen,und kommt nunmer auf die Familie Arco zurück.

Sie rümcn sich gleichen Namens mit dem erloschenenbayerischen Geschlcchte der Grafen von Bogen zu sein, undgebe» an, daß Graf Albert von Bogen im I. 1130von Bayer» nach Tirol gekommen, und dort seinen deutschenNamen in Arco vcrwelscht habe.

Ueber diese Angabe bleiben sie uns den Beweis schuldig,und kein Historiker der Welt wird inen einen solchen ver-schaffen können. Dagegen stet »ach den Forschungen desAntiguarius so viel fest und urkundlich nachweisbar, daßdie Grafen von Bogen, deren Stammhans ans dein Bo-genberg, einem freien und weit in'S Bayerland hinein-blickenden Vorposten des bayerischen Waldes, hart am linkenUfer der Donau unterhalb Straubing, lag, daß diese Grafenein uredleS gräfliches Dinasten- oder Herrcngeschlcchtwaren, eines solchen vortrefflichen hohen Standes und Adels,