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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 1 (1867) Der große Adel
Entstehung
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dcS kleinen Adels,

anch in adelichen Sitten und Manieren zum Büreaukratcu,der es beispielsweise in der Regel vergißt, einer Dame, ge-schweige denn einem, im Range unter im stehenden Manne,ans seinem Bureau einen Stul anzubieten, eine Unliebens-würdigkeit, deren sich hinwieder der Adel unter dem Offiziers- .stand in etwas minderem Grade schuldig zu macheu pflegt.

Abermals eine Stufe entfernter von: Adclsprinzip stetder Großhändler und Bankier, der am Pulte seinesComptoirö die Kurse studirt, der Spekulant in zertrümmer-ten Gütern, abgetriebenen Wäldern oder ausgelieeuen Kapi-talien, dem Alles feil ist, also auch sein Adelsdiplom unddas Erbgut seiner Väter dann der eigentliche Coupon-zwicker, der, außer einem gelegentlichen Erbschafts-Prozeß,sonst gar nichts betreibt, aber die Gesellschaft, das Theater,die Bälle, Ausstellungen u. s. w. besucht, um die ennuyauteZeit los zu werden.

Wieder eine andere Gruppe des kleinen Adels, der esnicht gegeben ist, im StaatSbüreau oder in der Kaserne For-tune zu inachen, und die doch auch nicht das Glück hatte, miteinem Geldsack um den Leib zur Welt gekommen zu sein,ellenbogt sich ireu Weg mit dem Pinsel, Meisel, der Feder,dem Zirkel, der Sonde oder dem Brevier in der Hand durch dieWelt uud es gibt Leute, welche behaupten, daß gerade dieseKlasse von Edelleuteu im Durchschnitt das wirklich Bedeutendstefür die Nachwelt geleistet habe.

Endlich haben wir Gott sei's geklagt! noch eine,wenn auch kleine Zal von Leuten unter dem Adel, welchenichts gelernt und dazu kein Geld haben, aber doch an iremererbten Adelstitel kleben und ihn zur Schande ires Na-mens und Wappens überall aushängen, ja (aulich wie ge-wisse Geschöpfe mit ircn verblütcn Reizen zu tun pflegen)gerade da am meisten, wo sie die mindeste Wirkung dabei er-