Vorbericht. vn
ersten und 2ten Bande des A. L. mit einigen geschehen,was nicht eher, als nach schon abgedruckten Bogen, wohinsie gehörten, bemerkt wurde. So ist dieses z. B. mit demkleinen Artikel des großen Schillers geschoben. Daß fer-ner viele Wünsche und Bitten um Verzeichnisse der Stan-dcserhöhungen eines und des andern Fürflenthums, und umgewünschte gründlichere Nachrichten, als die bekannten sind,von einzelnen Geschlechtern bis jetzt noch ganz unbeachtet ge-blieben sind; alles das muß natürlich das Fehler- und Man-gel-Verzeichniß dieses Buchs gar sehr verstärken; daheres einem Rezensenten leicht fallen dürfte, eine mehrere Bo-gen füllende Rezension über dieses Buch abdrucken zu lassen.
Mir dem Verfasser dieses Buchs wird (und das ist dasDritte, was ich in diesem Vorberichte zu bemerken, oder vielmehrzu bitten habe) jede Berichtigung und Ergänzung meines Buchsäußerst erwünscht seyn, um diesem durch einen Ergänzungsbandoder durch eine neue Auflage einen wahren Werth erst verschaf-fen zu können. Ob das eine oder das andere, oder vielleicht bei-des zugleich, das heißt eine neue Auflage für die, welche diesesÄdelslexikon noch gar nicht haben, und es zu haben wünschen,oder ob ein eigner Ergänzungsband für die Besitzer des 1. undLten Bandes nach der ersten Ausgabe, oder beides zugleich von derMehrheit gewünscht würde, darüber wird der Herr Verleger dieStimme und Erklärung des Publikums zu erforschen bemühtseyn, und die Einrichtung darnach zu treffen wissen.
Schließlich kann ich die an mich in Briefen gethane Fragehier nicht unbeantwortet lassen: warum ich nämlich aus mei-nem Buche die Ordensritter, welche nicht eigentlich geadelt sind,weggelassen habe? — Ob ich nun gleich gern glauben will, daßweit Mehrere Ritterorden mit mehrerem Rechte verdienet, alsjene Adelsüchtige, welche ihre Standeserhöhung nur erkauft, odererschlichen haben, mithin dieser Begnadigung weit weniger wür-dig sind, als jene, so würde doch dieses die ohnehin schon weit ge-steckten Grenzen dieses Adels - (nicht Ritter-) Lexikons noch mehrvergrößert haben, wenn ich darin von allen nicht insbesondere ge-adelten, aber in Ritterstand erhobenen Familien, wenn auch nurdie kürzeste Nachricht hätte geben wollen, obschon solches gleich-