V o r b e r i ch t. v *
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daß mehrere nicht vor dem Abdruck beider Bande cingiengen,^ und deren Benutzung daher bis zu einem künstigen Supple-mentbande, oder zu einer neuen Auflage des Werks verspartwerden mußte.
Sodann muß ich hier der vielen Mangel und Feh-ler gedenken, die, wie Kritiker bemerken und nachwei-sen werden, auch dieser Band haben wird, und wie ichselbst schon gefunden habe, unläugbar hat. Aber, (wird man. frageii) warum ließ man das Werk so mangelhast, und be-folgte nicht Horazens Rath, sein Geistesproduct alt und reifgenug werden zu lassen? Dieses große Dichter-Genie würdeaber, wenn es ein trocknes Adelslexikon von solchem Umfangezu schreiben gehabt hatte, wozu es den Stoff nicht aus sei-nem Talente, sondern aus vielen tausend gedruckten und un-gedruckten Schriften und aus Mittheilungen Anderer hatteentnehmen müssen, seine sonst sehr gute Regel hierbei selbstnicht passend gefunden haben. Ein Werk der Art, das auchmit dem möglichsten Fleiße bearbeitet wird, kann, wenn esauch zehn und noch mehr Jahre liegen blieb, nicht aufserste Mal Mangel-' und fehlerfrei erscheinen, da es vor sei-nem Abdruck nicht allen bekannten und unbekannten Familienzur Prüfung, Berichtigung und Ergänzung eingeschickt wer-den kann, indem von diesen die Familienglieder nichteinmal immer bekannt sind, welche die sichersten und bestenNachrichten von ihrer eigenen Familie besitzen. Schon indem Vorberichte zu dem ersten Band dieses Adelslexikons sindmehrere Ursachen angegeben, warum dasselbe der Mängel undFehler so manche, ja so viele hat. Hierzu kommt noch der,daß man bei dieser Arbeit, beim zeitigen Mangel andererund besserer-, doch solchen Quellen folgen mußte, von denenzu vermuthen war, daß sie das, was sie von dem einzigenKaiser- oder Königreiche, über das sie ein Adelsbuch schrie-ben, dieß' am besten, gründlichsten und fehlerfreisten zu thun, imStande gewesen wären. Erhielt aber nicht z. B. das 292! Seiten starke, im Jahre 1822 erschienene östreichische Adels-lexikon des 18. und löten Jahrhunderts, das der k. k. Rath undArchivdirector der k. k. Hofkammer, Herr Megerle v. Mühl-
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