173a Kurpfalzbayern. (Kurfürst Carl Theodor.)
2. 12. Spitzl auf Unterspann, An. (lt. Aussein-., vollzog. 20. 12.) des dem WolfgangChristoph S., Hauptzins-Zahlamts-Cassirer, Erwerber des Gutes Unterspann,nebst den vier Söhnen seines Bruders Johann, Bürgermeisters zu Falkenberg,vom Hofpfalzgrafen Grafen von Zeil d. d. Zeil 1. 9. 1756 verlieh. R.-Ritterst.u. Adels, für dieselben. Die Familie wurde am 23. 7. 1811 b. d. Ritterklassein Bayern immatr. (eine andere Linie cfr. sub. 28. 8. 1723 bei Kurbayern).W.: Tyr. B.W. VIII. 85: Gev.; I.: in G. auf gr. Drb. ein nat. Gatter mit3 Eisenspitzen, durchgehend, mit um den mittleren Pflock senkrecht ge-wundener, einwärtsseh. nat. Schlange, 2 / 3 : get.li. 44 S., oben querlieg. s.Zange, IV.: in B. ein g. Greif mit Morgenstern in den Prk. 2 Helme.
23. 12. Heisch. Ausschreib, des v. K. Ferd. III. d. d. Regensburg 23. 6. 1653 verlieh.
R.-A. für Joh. Sebastian R., Gerichtsherrn zu Regenstauff ( cfr. 26. 4. 1785,wo Näheres u. Wappen).
23. 12. Scliärl, Verleih, des kleinen Palatinats (lt. Decrets an die Landes-Regierung)für Corbinian S., Kais, immatr. Notar in München.
1785
I. 2. Liberati, Mavquisstand für Melchior und Johannes Pius L., aus adligem Ge-
schlecht der Prov. Sabina (Kirchenstaat). W.: innerhalb g. Cartoucheschildesein g.-bord. ovaler purpurner Schild, darin 2 gekreuzte und gest.z. g.-begr.Schwerter mit S-förmigen Parirstangen. Auf dem Schilde ruht eine neun-zackige g. (Marquis-?) Krone, aus welcher sich lange b. Bänder bis untenan den Schild heranziehen.
17. 3. Drouin, 4, A. (lt. Ausschreib.) mit „Edler von" (Dipl.-Ausfert. v. 24. 5. ejd.)
für Joh. Baptist D., Kürpfalzb. Major, dessen Vater aus Frankreich in dieDienste Kurfürst Max Emanuel's gekommen war. Seine Söhne wurden am27. 1. 1813 in Bayern bei der Edlenklasse immatr. Die Descendenz erloschindess schon 1815 mit Joseph, Edlen v. D. (cfr. sub 19. 7. 1784 s. wahr-scheinl. Bruder). W.: Tyr. B. W. V. 17, gev. B. G.; '/v: 3 achtstr. s. Sterne,2 /s: V 2 gekr. 4h Adler am Spalt. — 2 gekr. H. — II. 1.: wachs, gekr. linksseh.4h Adler, II. II.: ein Stern zw. 2 Bffh.
18. 3. Spruner von Merz, Ausschreib, (vollz. 26. 8. ejd.) des s. Vorfahren den Gebr.
Benedict, Jacob u. Georg S. d. d. Prag 6. 11. 1588 von Iv. Rudolph II. er-theilten, seinem Vater Joh. Sigm. S., Pfleger auf der Gräflich Törring'schenHerrschaft Seefehl, d. d. Wien 4. 3. 1727 von K. Karl VI., mit obigem Präd.,confirmirten lt.-A.-Diploms für Karl S. v. M., Bürgermeister und Landgegen-schreiber zu Ingolstadt (immatr. 13. 8. 1813 b. d. Adelskl. in Bayern). W.:Tyr. B. W. Vlll. 85, gesp. u. 2 mal get.h. (6 F.). I.: g. Stern auf g. Drb.in 4h, II- 4h Adler in G., III.: wachs, nat. Gemse in G., IV.: 3 wachs. Mai-glöckchen an gr. Blätterstengeln in B., V.: b., VI.: g. — beide leer. — Gekr.II. wachs. Gemse zw. 2 Bffh. g.-b., je in d. Mdg. mit Fahne, rt. wie I., linkswie Feld II. bezeichnet.
4. 4. Sicking-en (4 Linie), Ausschreib, des ihm d. d. Wien 26. 12. 1784 erth. R.-Grf.-Dipl. für Jos. Carl Freih. v. u. zu S., Ivurpfälz. Kämm., W. Geh. Rath undOberamtmann zu Bretten. (Diese Linie ist am 25. 11. 1834 mit Graf Franzv. S. erloschen.) W.: innerhalb r. Bordes, in 4h 5 (2- 1- 2) s. Kugeln. DenSchild halten 2 flugb. 44 - bewehrte g. Schwäne, am Hals hinten mit je dreihahnfedergeschmückten r. Kugeln besteckt. Um das Ganze wallt aus Grafen-krone ein s.-gefiitt., g.-befranster r. Mantel herab.
II. 4. Löwenthal (auf Deuring und Leutenbach), Frh., mit Wohlgeboren (ausgeschr.
eod. dato, vollzog. 19. 4.) für Felix Adam v. L. (aus einem in Person desSebastian L. d. d. Wien 15. 1. 1626 v. Iv. Ferd. II. in den R.-A. erhob, u.d. d. Regensburg 4. 3. 1654 dem Albr. Sigm. v. L. von K. Ferd. III. imR.-A. bestät. Geschlechte), Kurf. Geh. Rath, Regierungskanzler u. Lehenprobstzu Amberg. Derselbe wurde am 9. II. 1812, als Geh. Rath u. Geh. Referendar,in Bayern bei der Freihen-nklasse immatr. W.: Tyr. B. W. III. 54, gev.S. R.: 1 li\ mit 3 g. Sternen bei. b. Schrb., begl. von 2 schräglk. gestelltenb. Lilien, 2 / 3 : doppelschw. g. Löwe mit g. Stern in den Prk. — 2 gekr. H.II. I.: Der Löwe aus III. gekr. (ganz), H. II.: gekr. r. Greif, ein Schwert inden Prk. ht. D.: b. s. — r. g. (Nicht zu verwechseln mit den FreiherrnBecker von Löwenthal, cfr. bei Kurpfalz sub 23. 3. 1733.)