Kurbayern [Reichsvieariat]. (Kurfürst Carl Albrecht.) 91
(cfr. die Erheb, der legitimirten Linie bei Königr. Bayern sub 2. 8. 1839und 22. 10. 1855.)
1941
15. 5. Schroff,**) f, R. und A., mit „Edler Herr von", für Joh. Adam S., R.-Vic.-Hofgerichts-Assessor. Derselbe erhielt am 6. 7. 1745 im Kurbayer. R.-Vic.den R.-Frh. W.: (1741) gev., mit Hz. (wie bei Kreittmayr), 1 /i: in B. ein geharn.Ritter, ht. in der Rt. eine r. Fahne, darin 3 (2. 1.) g. Kugeln, 2 /3= in B» einfelsiger (schroffer) s. Sechsberg. Auf dem gekr. H. der Ritter wachsend zw.off.«, je mit g. Stern bei. # Fluge. D.: b. s. — r. s.
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10. 6. Juncker, f ( erloschene Linie), Frh. für die Gebr. Georg Adam und Joh. Josephv. J. zu Ober-Conreutli, aus einem alten oberpfälz. Geschlecht. — Diese Linieist 31. 3. 1810 b. d. Frkkl. in Bayern imm. W.: Tyr. B. W. III. 34: InR. auf gr. Drb. vorw. gek. stehend ein mit Zackenkrone gekr. s.-gekl. Jüng-ling, ht. in jeder Hand senkrecht einen g. Streitkolben. Auf dem gekr. Helmewächst ders., die Morgensterne mit verschränkten Armen über seinem Hauptesenkrecht ht. (cfr. auch die Adels-Matrikel sub 24. 6. 1814.)
„ „ Untermann, Edle von (»Untershofen , A., mit letzterem Prädikat, für GeorgFriedrich G., Fürstl. Kemptischen Leibmedikus und Stadtarzt in Augs-burg (cfr. auch 24. 9. 1745), nebst Yetter Joh. Karl G., Juwelier daselbst.Die Familie ist am 28. 11. 1812 in Bayern b. d. Edlenkl. imm. W.: Tyr.B. W. Y. 82: Gev. R. B., mit g. Hz., darin, ebenso wie in der in II. undIII. stehenden, um den Stock gewickelten, Fahne, ein gekr. 4^ Doppeladler.I. und IV.: auf gr. Boden einw. gek. Ritter mit Schwert. IL I.: Derselbewachs., H. II.: die Fahne. Schildh.: 2 Biber.
,, „ Habermann (auf ünsleben und Erlabrunn), A. für Franz Ludwig H., Fürst-bisch. Würzburg. Geh. Rath und Capitels-Syndikus zu Würzburg (imm.in Bayern 7. 12. 1814, jedoch nicht, ausgelöst, daher erst perfect geworden,am 22. 9. 1847). Die Kgl. Bayer. Freiung der Familie cfr. sub 17. 4. 1862.W.: Tyr. B. W. V. 84, Geth., oben in G. ein wachs. Mannsrumpf in s. r.gesp. Kleide, mit s.-gestiilptem r. Hut, unten S. R. gev. Auf dem gekr. H.3 Tannenbäume, fächerförmig gestellt, zw. 2 Bffh., das rt. g., das lk. s. r.geth. D.: r. s.
„ „ Seoger, +, R. und A. für Franz Xaver Liborius S., j. utr. Lic., Kurb. Pflegerdes Pflegamts Hollenstein und Erwerber der Hofmärkte Polanden und Stauffers-buch in der Oberpfalz, nebst seiner jüngeren Schwester Anna Marie Catha-rina, verehel. mit Adam Michael Ifirchbaur, ständ. Kanzler in Neuburg.Der Sohn der Letzteren, welche ihren obigen kinderlos + Bruder beerbte,war Franz Peter K., geb. 29. 6. 1719 zu Neuburg, Präfect der Stadt 0b.-Eschenbach, verm. mit Maria Anna N. N., und des Letzteren Sohn, der
**) Ob die mit diesen 2 asterics bezeichneten Familien alle an demselben Tage wieKreittmayr, welcher bestimmt unter diesem Datum genannte Erhebung erhielt, in denRitterstand erhoben wurden, kann ich zwar nicht mit Gewissheit behaupten, glaube esaber nicht mit Unrecht zu vermuthen, da 1., die Erhobenen sämmtlich Reichs-Vicariats-Hofgerichts-Assessoren waren, 2., sämmtlich den Reichs-Vicariats-Adler in den Herzschildihres Wappens erhielten und endlich (bis auf Amann) im R.-Vic. de 1745 den R.-Frh.und (bis auf Hertenstein) sogar sämmtlich an einem Tage) erhielten. Dass die Er-hebungen übrigens keine kaiserlichen, sondern eben Erhebungen der gemeinschaftlichenR.-Vic. de 1741/2 (über welche leider ebensowenig wie über das Kurpfälzische R.-Vic. de1711 im Reichsheroldenamt zu München Acten vorhanden sind, daher die Vollständigkeitnicht garantirt werden kann) sind, geht aus dem „Reichs-Vicariats-Adler" im Mittelschilde,welcher sonst niemals verliehen worden ist und werden durfte, hervor, und ebensoaus dem Umstände, dass das Reichs-Archiv in Wien über jene Erhebungen keineConcepte besitzt. Auch der d. d. München 6. 7. 1745 gefreiete v. Cramer dürfte hierund wol am selben Tage wie Kreittmayr etc. den Ritterstand erhalten haben.
*) Am 26. 5. erfolgte in Kurbayern die Ausschreibung, dass dem Kurfürsten CarlAlbrecht antatt des Titels: „Fürs'eher u. Vicarius des h. r. R." nunmehr der Titel:„Mitfürseher u. Vicarius etc." gegeben werde (weil eben das Reichs-Vicariat einmit Kurpfalz gemeinschaftlich ausgeübtes war).
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