Druckschrift 
Die sechzehn Ahnen des Grafen von Luftheim, eine Familien-Chronik
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

bar machen konnte, hatte man leicht wiederverjagt.

Sollte Herr von Hund-Radowski, der be-rühmte Adelsfeind, dies lesen, würde er sichohne Zweifel über das jammervolle Ende freuen,das Conrad von Luftheim genommen hat, undsein luftig Raubnesi dazu. Er würde hingegennicht ahnen, was sich nach manchem Jahrhundertan der Stelle begab, wo man in Kaiser Maxi-milians I Zeiten jene Burg zerstört hatte.

Es ist wahr, daß auch die Nürnberger Maxi-milians Landfrieden eben nicht strenge hielten,als sie ziemlich eigenmächtig hingen und nieder-brannten. Denn es waren ja in DeutschlandGerichte bestellt, welche das Hangen verhangensollten. Indeß nahm man es nicht allzugenau,und wo die Klager fehlten, waren keine Rich-ter- Und ein zerstörtes Raubschloß freute män-nichlig.

Aus dem Leben der in Nonncnschleier ge-hüllten Rittertöchter ist weiter nichts bekannt,als daß sie ungemein fromm geworden sind, weilsie mußten. Auch zwei von Junkern sind alslöbliche Mönche verstorben, wenigstens müßte dasUnlöbliche so geheim vorgegangen seyn, daß Nie-mand etwas davon erfahren hätte. Mit dem