Druckschrift 
Die sechzehn Ahnen des Grafen von Luftheim, eine Familien-Chronik
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
 

... , ...

auch laufen wohin er wollte/ und traf außerdemsinnige Anordnungen. Die Hinterlassenen derKnappen sollten auf Dörfern untergebracht wer-den/ um dort harmlosem Ackerbau und ehrlicherFlachsspinnerei obzuliegen. Conradö Hausfrauwar vor einiger Zeit gestorben/ aber drei Söhneund drei Töchter von ihm/ bebten vor den Sie-gern. Man fragte, ob Luftheim sonst noch Brü-der oder Verwandte seines Namens hatte? ESwurde verneint. Da sollte auch sein Rauber-stamm mit den Kindern verlöschen/ indem manSöhne und Töchter in Klöster zu gehn verur-teilte. Dann bemächtigte man sich des nochvorgefundnen RaubeS/ und legte hierauf in al-len Winkeln der Burg Feuer an.

Es that seine Wirkung an Hausrath/ Bal-ken / Sparren und anderen brennbaren Stoffen;da war ein Troja oder Moskau im Kleinen zusehn. Das Thürmlein stürzte zusammen/ undmehrte die Verwüstung. Am Abend winkte nurnoch geschwärztes/ da und dort zerborstenes Ge-mäuer vom Berg; trauernde Ruinen vorigerSittlichkeit. Sie waren getrost den weiterenVerfügungen der Zeit hinzugeben-; denn ehe sichein anderes adliches Raubthier dort einnisten/und die eingeäscherte Burg von neuem wehr-