Mandelslow.
Ein sehr altes Geschlecht, und hält Spangenbergin seinem Adelsspiegel p. 2. 1. IT. e. 23 dafür, aass esvom Kayser Carolo M. aus den Sachsen geadelt worden,wie er den einen Krieges-Helden Ehrenfried von Mandels-low anführet, so im Jahr 820 gelebet. Dieser soll desKaysers Jäger - Meister gewesen seyn, weshalb diesesGeschlecht ein Jäger-Horn im Wapen führet. Ihr ursprüng-liches Stamm-Gnht heisset Mandelsee in der GrafschafftWanstorff, so jetzo zum Fürstentlium Calenberg gehöret,3 Meilen von Hannover, an der Leine, im Amte Neustadtam Hübenberge. Dieses Guht ist vordem sehr ansehnlichgewesen, und hat die ganze Voigtey Mandelsee dazugehöret, nachero ist aber solches gäntzlich zergliedert undin frembde Hände geclcommen. Es hat sich diesesGeschlecht in viele frembde Länder ausgebreitet, undgrosse Gühter erworben, so aber mit der Zeit verlohrengegangen. Vor einigen 100 Jahren theilet es sich imFürstenthum Calenberg in 2 Linien, wovon die eine, soauf dem Stamm-Guht geblieben, die Coborger, die andernaber die Dortmaeker, genennet worden. Die ersten habenauf den Helm den Todten-Kopff behalten, wohingegendie andern einen Mohren-Kopff angenommen. Sie habenhier in Mecklenburg, nemlich im Stargardischen, imAmte Wittenburg, und im Ratzeburgischen Gühtergehabt, so sie aber nicht mehr besitzen, sondern nurnoch das eintzige bey Rostock belegene Guht Teuten-winckel, wovon sie zwar mit Gewalt depossediret worden,aber hernach wieder erlanget haben. Der von Mandelslow,so unter dem Hertzog Friedrich von Hollstein der Per-
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