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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Ein jugendlicher Verein.

Im Herbste nach meiner Rückkunft war eine historischePreisfrage von der philosophischen Fakultät in Münchengegeben worden:Geschichte der Regierung Herzog Albrecht IV.von Bayern". Dieß schien mir ein willkommener Anlaß, michin dem Fache der Geschichte wieder umzutun. Ich war darinkein Neuling. Von Jugend an durch das Beispiel meinesVaters in der Liebe zu allem Schönen herangebildet, teilweisedessen Hilfsarbeiter, immer aber dessen Begleiter bei histori-schen Exkursionen, habe ich schon als Knabe mich in solchenDingen versucht. Ich war Schüler der zweiten Gimnasial-klassc und 13 Jare alt, als ich zum Vorstand eines unter unsgebildeten historischen Vereins, dem wir den stolzen NamenVerein für christliches Mittelalter" gegeben hatten, gewältwurde. Unsere Aufgabe bestand darin, aus Beiträgen derMitglieder eine Zeitschrift herauszugeben.

Dieß gescha wirklich. Die Heftchen wurden autographirt(wobei es sich ereignete, daß gleich der erste Litvgraph, ein Schwei-zer, den Hrn. Vorstand hinter's Licht fürte, indem er nachVorauscmpfang der Kosten sich unsichtbar machte), mit, vonmir selbst komponirten und gravirten, Titelbildern versehen undan die Mitglieder verteilt. Es erschienen 34 Heftchen, von de-nen ich selbst keines mer besize, da ich daS einzige completc Exem-plar dieses Curivsums auf Wunsch der kgl. Staatsbibliothekübergab. Unter den Mitarbeitern und roüp, Mitgliedern erinnereich mich noch eines Hrn. v. Schleitheim, eines gewissen Kai-ser, von dessen Schicksalen ich nichts weiter weiß, und des Hrn.Jakob Groß, welcher jezt Zollbeamter in Wegscheid ist, undmit dem ich noch immer in freundlichem Briefwechsel stehe,da er dem Studium der Geschichte auch als Mann treublieb.Insbesondere war es die Genealogie und Heraldik, welche