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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Der grüne Frack,

hatte, machte, als ich fort war, zu meinen Commilitonennoch die kluge Bemerkung: Ich Hütt' es ihm im Voraus sagenkönnen, warum hat er auch einen grünen Frack angezogen.In der Tat trug ich (in Ermanglung eines normalen Schwal-benschwanzes) einen damals modernen sogenannten Salonfrackmit Metallknöpfen und mußte noch lange Jare von meinenCommilitonen den Spott hören: Warum hast du auch einengrünen Frack gehabt.

An so kleinen Dingen hängt zuweilen der Entscheid desLebens. Ich konnte mich nicht entschließen, das Examen noch-mals zu machen, ich hatte Wärend 14 Studienjaren n i e repe-tirt und war zu stolz, dieß im lezten zu tun. Vielleicht wärees besser gewesen, ich hätte es getan. In diesem Falle hättedie Welt jezt möglicherweise einen Sektionsingenienr mcr,aber einen Antiquarius weniger; ich überlasse es dem Leser,hier die Gelegenheit zu einem billigen Wize zu benüzen.

Ich ging nun auf die Universität zurük und vollendetemeine philosophischen, hörte auch juristische Kollegien. Viel-leicht wäre ich noch Advokat geworden (wozu meine liebeFrau bei mir die trefflichsten Anlagen bemerkt haben will),wäre nicht das Jar 1843 gekommen, das mich mit seinemJubel und Trouble aus allen Studien herausriß. Damalsererzirte ich an der Seite von Erzellenzen und Kesselschmiedenals Landwerfreicorpsmann, manövrirte, patrouillirte und hättemich für's Vaterland auch todtschießen lassen. Nachdem dieGeschichte aber ein Jar lang gedauert hatte und der deutscheHase die Löffel, die er einige Zeit verborgen gehalten hatte,wieder hervorstreckte, erschien mir Plözlich die ganze Komödierecht öd und langweilig, und ich griff mit vollen Händen dar-nach, als in München ein Verein von einigen und 366, meistverhenrateten und durchweg erenhaften Männern (Gewerbs-