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Abt. 1, Adelicher Antiquarius Bd. 2 (1867) Der altbayerische kleine Adel
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Ende der Reichsstadt.

Besoldung, Wärend ein jeziger Bürgermeister derselben Stadt2495 fl, Gehalt beziet.

Die Würde des Amtes verlangte aber damals in denReichsstädten, wo, dem Sprichworte nach, jeder dem andernin die Schüssel sehen konnte, einen Aufwand in haüslichenDingen wie im öffentlichen Auftreten, einen weit größeren,als unsere Zeit von einem zemnal besser besoldeten Beamtenbeansprucht. Der Anstand erforderte z. B. daß mein GroßvaterPferd und Wagen nebst verschiedenen dienstbaren Geisternhielt, wärend heutzutage die Gemeinde so gentil ist, iremBürgermeister die Equipage zu stellen u. s. w. Unglücklicher-weise trafen in die lezte Zeit der Amtirung des Steuer-mcistcrs Georg von Hefner die großen Kriege Frankreichsmit dem Reiche, unter welchen die Reichsstadt Augsburg vol-lends ircn lezten Wolstand durch Einquartierungen und Con-tributionen erschöpfte. Auch hiebet machte man an die Herrendes Rates die größten Anforderungen und die Folge war, daßnicht nur die Verhältnisse meines Großvaters, sondern auchdie der meisten anderen augsburger Familien, wie v. Precht,v. Jlsung, v. Langemantel, v. Nehm, v. Seidan. s. w. mer oder minder derangirt wurden.

Die Annerirung Augsburgs durch Bayern i. I. 1856war daher wol ein Glück für die Stadt als solche, Niemandaber kümmerte sich um den Ruin der früeren Ratsfamilien,ja man befliß sich von Seite der neuen Regierung sogar mitEilschritten alles zu verwischen, was an früere Zeiten undNamen erinnern konnte. Die neugewälten bürgerlichen Mu-nicipal- oder Magistratsräte beeiferten sich, den abgetretenenalten Herren des Patriziates ire Würde recht deutlich fülenzu lassen, und diese hinwieder blickten mit Geringschäzung aufjene herab, welche so billig und one weitere Vorbedingungen